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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 07:42 Uhr

Diskussion über Parkdauer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Bauausschuss will über Anordnung des Bürgermeisters für die 90 Stellplätze am Schloss sprechen, die Pendlern das Leben schwer macht

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2017 | 00:12 Uhr

Parken in Eutin ist ein immer strittiges Thema. Viele Pendler, die in Arztpraxen, Geschäften und Geldinstituten arbeiten, hatten sich nach der Wiederöffnung des Parkplatzes am Schloss beschwert, dass dieser nun mit einer Zwei-Stunden-Regelung versehen ist. Auch die Ausschüsse hatte das Thema erreicht. So wollte ein Einwohner in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wissen, weshalb der Parkplatz nicht wie versprochen wieder frei zur Verfügung gestellt werde, und vermutete hinter der neuen Parkscheiben-Regelung die Absicht, die Einnahmen zu steigern.

„Die Parkplatzordnung ist so vom Bürgermeister angeordnet worden“, antwortete Noch-Bauamtsleiter Bernd Rubelt. Dass die Fläche als Parkplatz nach der Landesgartenschau wieder zur Verfügung stehen solle, sei beschlossen worden. Dass auch die Art der Bewirtschaftung beschlossen wurde, daran könne er sich nicht erinnern, sagte Rubelt. Ausschussvorsitzende Monika Obieray (Grüne) bremste die aufkeimende Diskussion: „Wenn wir etwas ändern wollen, brauchen wir einen Beschluss, wenn das Thema auf der Tagesordnung steht.“ Der Antrag, über die Bewirtschaftung des Parkplatzes am Schloss in der nächsten Sitzung im Mai zu sprechen, wurde prompt eingereicht. Doch Rubelt bremste die Vorfreude auf Nachfrage: „Parkraumbewirtschaftung obliegt als Ordnungsangelegenheit in der Zuständigkeit dem Bürgermeister.“ Ohne dessen Einverständnis könne ein Beschluss nicht viel ausrichten.

Es sei auch eine Frage der Qualitäten, die man in der Stadt erreichen wolle, sagte Rubelt und fragte: „Soll dieser Parkplatz nur für Mitarbeiter sein, die acht Stunden ihr Auto abstellen oder für Gäste, die Eutin erkunden wollen?“ Dass dann eine Zwei-Stunden-Regelung allein möglicherweise nicht ausreichen könnte, um entspannt das Museum zu besuchen und anschließend noch einkaufen zu gehen, darüber lasse sich reden.

Fakt ist, während der Bauarbeiten am ZOB fallen die Parkplätze am Alten Güterbahnhof weg, die einst entstanden waren, um den Zeitraum zu überbrücken, in dem der Schloss-Parkplatz gesperrt war. Ob die gut 90 zentrumsnahen Stellflächen während der Umbauarbeiten auch für Langzeit-Parker geöffnet werden, blieb bisher offen. Die Verwaltung argumentiert bisher mit rund 1400 öffentlich zugänglichen Parkplätzen in der Eutiner Innenstadt, 2300, wenn die an der Peripherie mitgerechnet werden. Eine Untersuchung, wie viele Parkplätze Eutin für welche Zielgruppe hat, wird nach OHA-Informationen angestrebt.

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