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Ostholsteiner Anzeiger

22. November 2017 | 10:35 Uhr

Dienstleister will zwei Millionen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Vor zehn Jahren gründeten „Die Ostholsteiner“ ihre Dienstleistungsgesellschaft / Gestern ehrte der Betrieb Mitarbeiter der ersten Stunde

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2017 | 16:05 Uhr

Mit drei Mitarbeitern im Außendienst hat die Geschichte der „Ostholsteiner Dienstleistungsgesellschaft“ begonnen, mit 100 Mitarbeitern geht sie nach zehn Jahren des Bestehens weiter. Gestern war es soweit und das Unternehmen nahm dieses Jubiläum zum Anlass, den Dreien der ersten Stunde persönlich zu danken.

Heike Möller-Ramm, Olaf Wendt und Andreas Kühl sind es, die den Betrieb im Neustädter Gewerbegebiet mit aufgebaut haben. „Begonnen haben wir in einer Bretterbude“, erinnert sich Möller-Ramm an das Jahr 2007. Die habe damals aber noch in Eutin gestanden, dort wo ihr Gesellschafter „Die Ostholsteiner“ angesiedelt ist. Doch schon zwei Monate später zog der junge Betrieb nach Neustadt um und baute sein erstes Standbein auf. „Mit der Gartenpflege hat es angefangen. Wir mussten ja Geld verdienen“, sagt Gärtnermeisterin Möller-Ramm. Das Krankenhaus in Eutin sei einer der ersten Kunden gewesen.

Schon am 1. Januar 2008 kam das zweite Standbein, die Gebäudereinigung dazu, wie Geschäftsführer Wolfgang Langfeldt sagt. Auch dieser Start gelang, doch wären die ersten Jahre ohne den eigenen Gesellschafter nicht möglich gewesen, räumt Langfeldt ein. Seit sechs Jahren nun schrieben sie schwarze Zahlen. In diesem Jahr noch könnten sie die Zwei-Millionen-Euro-Marke knacken, ist Langfeldt zuversichtlich.

Der Betrieb könne ohne Minderleistungsausgleich für die Mitarbeiter, die beeinträchtigt sind (40 Prozent der Belegschaft), noch nicht überleben, macht Prokurist Eckhard Blank deutlich, der schon seit Ostholsteiner-Zeiten dabei ist. Doch seine Anerkennung als Inklusions- und auch gemeinnütziger Betrieb will das Unternehmen nicht vor sich hertragen. „Wir wollen eine gute Leistung liefern“, betont Langfeldt. Blank dazu: „Wenn die Qualität stimmt, stimmt auch der Preis.“ Das sei wichtig, weil das Unternehmen Wert auf ganzjährige und langfristige Arbeitsverhältnisse lege, von denen die Mitarbeiter auch leben können. Nur in Ausnahmen greift Langfeldt auf Saisonkräfte, wie die zwei im Gartenbaubereich und drei Schüler im hauseigenen Café in Oldenburg, zurück. Ein Arbeitsbegleiter helfe den Mitarbeitern wenn nötig. Seine Arbeit entlaste die Bereichsleitungen, habe den Krankenstand gesenkt und trage zum Leistungsniveau bei.

Das Geschäft läuft nach Auskunft Langfeldts sehr gut, obwohl sie Probleme hätten, Fachkräfte zu finden. Dennoch will der Betrieb expandieren und bis 2019 einen Malerbereich aufbauen. Der ergänze sehr gut die dritte Sparte, den Hausmeisterservice. Nach den Dankesworten genoss das Trio mit den Anwesenden noch Brötchen und Kaffee.

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