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Lutherkirche und Angelika Heisch : Die zwei gehören einfach zusammen

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Verein Lutherkirche steht seit zehn Jahren unter dem Vorsitz der 60-Jährigen Angelika Heisch aus Steinbusch

Die Lutherkirche in Kleinmeinsdorf und die 60-jährige Angelika Heisch aus Steinbusch bei Pfingstberg sind schier unzertrennlich miteinander verbunden. Zehn Jahre gibt es den Verein Lutherkirche, der einst für einen symbolischen Euro das Gotteshaus von der Kirche übernahm und auch zehn Jahre ist Angelika Heisch die Vorsitzende des Vereins.

Die Kirchensteuereinnahmen gingen zurück und die 1969 in Kleinmeinsdorf errichtete Lutherkirche war der Kirchengemeinde Plön in der Unterhaltung zu teuer geworden. Kirche aufgeben oder irgendwie weitermachen, lautete die Frage, die von Angelika Heisch und 33 Gründungsmitglieder sehr schnell beantworteten: „Die Kirche soll auf jeden Fall im Dorf bleiben.“

Angelika Heisch selbst war bei der Gründungsversammlung vor zehn Jahren gar nicht dabei, erinnert sie sich. Aber sie musste auch nicht lange überredet werden, um den Vorsitz anzutreten. Aus den einst 33 Gründungsmitgliedern sind heute immerhin 116 Mitglieder geworden, die den Verein in seiner Arbeit unterstützen. Im Vorstand sind neben Heisch auch immer noch Heike Unterhalt und Katrin Petersen sowie Pastor Ulrich Gradert und Bösdorfs Bürgermeister Joachim Schmidt Kraft Amtes treue Wegbegleiter.

Die Arbeit von Angelika Heisch und ihrem engagierten Vorstand hat nur ein Ziel: die Kirche mit Leben füllen. Mit dem daraus gewonnenen Geld werden die Kosten für die Unterhaltung der Kirche erwirtschaftet. Das hat bisher immer hervorragend geklappt. Und auch Pastor Ulrich Gradert nutzt die kleine Lutherkirche mit ihren 100 Plätzen für seine kirchlichen Amtshandlungen von Taufen bis Beerdigungen.

„In den vergangenen zehn Jahren haben wir einiges Geld in die Kirche gesteckt“, sagte Angelika Heisch. Mit
60 Prozent von europäischen Geldern aus LeaderPlus seien 120 000 Euro investiert worden: Anbau, Toiletten, Küche, Heizungs-Modernisierung und neue Fenster. Hinzu kommt eine spätere Reparatur des Kirchendaches, des Glockenturms, eines Pfeilers und eines Tür-Fenster-Elements für rund 30 000 Euro. „Und heute ist bereits alles bezahlt“, freut sich Angelika Heisch.

Die Unterhaltung der Lutherkirche kostet jährlich rund 3500 Euro, die zum großen Teil von den Einnahmen der Veranstaltungen aus Brote schmieren und Getränkeverkauf erwirtschaftet werden. Heisch: „Besonders gut kommen Vorträge und Filme aber auch musikalische Veranstaltungen beim Publikum an.“ Leider halten sich die Bewohner aus Kleinmeinsdorf mit Besuchen eher etwas zurück. Dafür kommen Gäste aus der Region zwischen Kiel und Lübeck in die Lutherkirche.

Und ein kleines Polster für „Eventualitäten“ liegt auch parat. „Schließlich stehen auch noch weitere Reparaturen an“, weiß Angelika Heisch und fügt stolz hinzu: „Unsere Lutherkirche ist landesweit das einzige Gotteshaus, das nach seinem Verkauf nicht entwidmet und in privater Hand geblieben ist.“

„Wenn ich etwas machen will, dann rede ich nicht lange, sondern tue es und setze es um“, beschreibt Angelika Heisch eine eigene Schwäche. Damit seien in den vergangenen zehn Jahren einige Vorstandsmitglieder nicht so richtig klar gekommen. Aber sie – Angelika Heisch – habe einen langen Atem und viel Kraft um der Sache willen. Neben ihrem Vorstand lobt sie die Mitglieder, die sehr hilfsbereit seien.

In Zukunft möchte Angelika Heisch privat öfter mal Urlaub machen. Deshalb sucht sie Interessierte, „die mal schnell mit anpacken können“ oder auch Veranstaltungen für den Verein in der Lutherkirche begleiten mögen. Ohne ihren Mann wäre Angelika Heisch völlig aufgeschmissen. Der Rentner hilft ihr bei der Arbeit.

Der zehnjährige Geburtstag wird am Sonntag, 25. Mai, um 11 Uhr mit einem plattdeutschen Festgottesdienst mit Pastor Ulrich Gradert gefeiert. Musik wird die Menschen den ganzen Tag begleiten, wie der Sonntagskinderchor im Gottesdienst und danach die Blockflötenkinder. Um 13 Uhr gibt es Essen vom Büfett für geladene Gäste. Die Mezzosopranistin Tina Benz und der Gitarrist Hans-Peter Höller umrahmen den Nachmittag musikalisch. Ab 14 Uhr spricht Propst Matthias Petersen. Kaffee und Kuchen gegen 16 Uhr werden den Tag abschließen.

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erstellt am 12.Mai.2014 | 19:16 Uhr

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