Die Zeit des Übergangs

Eutin 1945: Panzersperren zur geplanten Verteidigung Eutins am Tunnel Mahlstedt-Straße
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Eutin 1945: Panzersperren zur geplanten Verteidigung Eutins am Tunnel Mahlstedt-Straße

Eutin 1945: Rückblick mit Frank Petzold im Sonntagsgespräch in der Gedenkstätte Ahrensbök

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08. Juni 2015, 12:17 Uhr

Es war eine Zeit des Übergangs. Eben noch hatten die Nationalsozialisten die Stadt im Griff, dann brach der Frühling aus. Und mit dem Frühling kamen die Briten, die im Mai 1945 die heutige ostholsteinische Kreisstadt Eutin besetzten. Eutins Nachkriegszeit begann mit ihren vielfältigen Problemen. Die Stadt war – ebenso wie das Umland – von Flüchtlingstrecks aus dem Osten überrollt, während in angrenzenden Dörfern Kriegsgefangene und
andere Internierte in der Hoffnung ausharrten, dass der NS-Terror endlich zu Ende gehen würde.

„Wegmarken 1945 – Ein besonderes Jahr in der Geschichte Eutins“ heißt ein Vortrag, den der Historiker und Politologe Frank Petzold (kl. Foto) morgen (14. Juni) um 15 Uhr in der Gedenkstätte Ahrensbök halten wird. Petzold wird die Entwicklung Eutins vom Jahresbeginn 1945 an, die militärische Situation und das allgemeine Kriegsgeschehen bis Anfang Mai 1945 einordnen und die Maßnahmen in der Stadt und ihrer Umgebung zur Abwehr möglicher Angriffe darstellen. Der Referent, Autor verschiedener Publikationen und Erster Vorsitzender des Heimatverbands Eutin, wird das Eintreffen der Briten in Eutin, erste Maßnahmen der Siegermacht, die Problematik von Flüchtlingen, Kriegs- und anderen Gefangenen vor Ort exemplarisch erläutern. Im Rahmen des Vortrags sollen Fotos und Dokumente aus dem Jahre 1945 vorgestellt werden. Im Anschluss an den Vortrag ist Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Die Gedenkstätte ist ansonsten jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Sie kann nach Anmeldung auch an anderen Tagen besucht werden. Die Gedenkstätte liegt an der Flachsröste 16 im Ahrensböker Ortsteil Holstendorf an der Bundesstraße 432. Eintritt und Führungen sowie Teilnahme an Veranstaltungen sind kostenfrei. Spenden sind willkommen.


Kontakt: Telefon 04525/493 060,

E-Mail: gedenkstaetteahrensboek@t-online.de.

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