Die Wechselspiele der Liebe

Narziss und   Mäuschen: Johannes Braun und Ann-Marie Gindner
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Narziss und Mäuschen: Johannes Braun und Ann-Marie Gindner

In der Hasselburger Kulturscheune hat heute das Musical „Cosi fan tutte“ Premiere / Neue Produktion des Duos Stahlberg/Blonski

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25. Juli 2014, 12:15 Uhr

Tönt die Trommel doch zu laut, ist der Gesangston vielleicht zu leise, sitzt die Perücke fest genug? Nach fünfwöchigen Proben ging es gestern in der ehrwürdig restaurierten Hasselburger Konzertscheune um letzte Feinabstimmungen von Klang, Licht und Timing: Hohe Erwartungen an eine erfrischende Adaption der Mozart-Oper begleiten die Premiere heute von „Cosi fan tutte – das Musical“.

Diesen Maßstab setzten Constantin Stahlberg als Komponist und Gabi Blonski als Regisseurin im Vorjahr mit ihrer Musical-Fassung des Shakespear-Klassikers „Der Widerspenstigen Zähmung“. Sie wurde ein großer Publikumserfolg, machte die Neueröffnung der umfassend sanierten Scheune zum kulturellen Ereignis. Die Mischung aus pointiertem Wortwitz, komödiantischem Spieleifer, fröhlichem Improvisationstalent und melodischer Eingängigkeit kommt auch in der neuen Produktion zum Tragen. Die Handlung ist schnell erzählt: Vier Sänger sollen, angeleitet von einem narzisstisch aufgedrehten Regisseur, Mozarts Oper aufführen. Dabei verheddern sich die Akteure in ihren Rollenkonflikten auf der Bühne ebenso wie im Privaten, und dann hat auch der Regisseur die von ihm zum Mäuschen abgestempelte Assistentin nicht mehr im Griff – und sie sich auch nicht. Wie in Mozarts Oper geht es um die Wechselspiele der Liebe, um Begehren, Treue, ums Vor- und Enttäuschen, von Connie Francis so besungen: „Die Liebe ist ein seltsames Spiel, sie kommt und geht von Einem zum Anderen.“

Von Mozart gibt es in der Aufführung nur kurze Anklänge, den Großteil der von einer sechsköpfigen Band hervorragend instrumentierten Lieder hat Constantin Stahlberg verfasst. Die Texte steuerte Gabi Blonski bei, die auch Regie führt. Die sechs in Doppelrollen auftretenden Protagonisten auf der Bühne sind Johannes Braun, Ann-Marie Lone Gindner, Drifa Hansen, Daniel Holtz, Steffi Regner und Mario Treichel. „Cosi fan tutte“ ist morgen sowie an den ersten vier Wochenenden im August jeweils sonnabends und sonntags ab 18 Uhr in Hasselburg zu sehen.

www.hasselburg.de

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