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33. Ringreiten in Zarnekau : Die Veteranen blieben glücklos

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Beim Ringreiten und beim Vogelschießen in Zarnekau setzte sich die Jugend gegen die Routiniers durch. Insgeamt verlief das Fest bei trockenem, häufig sonnigem Wetter sehr harmonisch.

Es war nicht der Tag der „Veteranen“: Beim Ringreiten am Himmelfahrtstag schaffte es die erfolgsgewöhnte Dörte Schulz nicht auf das Siegertreppchen. Und beim Vogelschießen blieb Altbauer Wilhelm Voß (84) die Königswürde verwehrt, wobei er selbst nicht mehr weiß, wie oft er bei dem seit 1979 ausgetragenen Wettbewerb erfolgloser Königsbewerber gewesen ist.

Doch die enttäuschten Erwartungen dürften angesichts eines weitgehend sonnigen, sehr harmonisch verlaufenen Tages am Zarnekauer Dörphuus begrenzt geblieben sein. Enttäuscht war allerdings auch Wehrführer Maik Kramp: Mit 41 Reitern blieb die Teilnehmerzahl beim 33. Ringreiten knapp trotz guter Wetterprognosen unter dem Niveau des Vorjahres. Die Zahl der Besucher war gut, aber auch nicht rekordverdächtig. Vielleicht ließen sich auch potenzielle Gäste von einem Baustellenschild im Ort schrecken, das nur „Anlieger bis zur Baustelle“ freie Fahrt gewährte, den Festplatz am Dörphuus nicht betraf.

Das auf drei Bahnen ausgetragene Ringreiten war teilweise sehr spannend. Unter 21 Reiterinnen von Pferden siegte Sandra Lörx aus Bockholt mit Tiquina, bei fünf Durchgängen stach sie 13 von 20 möglichen Ringen. Sandra Lörx hatte zuletzt in Zarnekau vor drei Jahren die Ponyklasse gewonnen. Platz zwei belegte Julia Raisgies aus Kletkamp mit Verdi vor Jessica Hempel aus Pönitz am See auf Black Devil. Dörte Schulz aus Quisdorf, die 16 von 33 Ringreiten in Zarnekau gewonnen hat, belegte Platz 6.

Bei der Pony-Wertung mit elf Reiterinnen belegte Stephanie Jürhs aus Eutin auf Charlotte den ersten und auf Bobby den dritten Platz, Rang zwei ging an Sarah Frank aus Süsel auf Fiala. Auf einem geführten Pony stach Lia Läzer aus Kasseedorf die meisten Ringe vor Jolie Vollert aus Wahrendorf und Anouk Facklam aus Benz.

Beim morgendlichen Schützenfrühstück, das der amtierende Schützenkönig Klaus-Wilhelm Wieckhorst ausgerichtet hatte, waren Kristina Klempien zur Hauptfeuerwehrfrau und Jan-Christian Thomsen zum Feuerwehrmann befördert worden. Für ein im Vorfeld ausgetragenes Pokalschießen der Jugendwehr nahmen Katarina Klempien, Pascal Ziske und Dalin Thun die Pokale entgegen.

Mit zehn Bewerbern war die Zahl der Königsbewerber beim abendlichen Vogelschießen ungewöhnlich groß. Viele Zuschauer drückten dabei einem Kandidaten die Daumen: Wilhelm Voß versuchte von 1979 an geduldig über Jahrzehnte hinweg, den Vogel von der Stange zu holen, wobei den passionierten Jäger wohl eher das Pech als mangelnde Schießkunst begleitete. Nachdem Voß vor ein paar Jahren im benachbarten Griebel im ersten Anlauf Schützenkönig geworden war, hatte er seine Ambitionen in Zarnekau aufgegeben – bis Donnerstagabend.

Den 161. Schuss, bei dem der Vogel fiel, gab Alexander Böhmke aus Fissau ab. Der 21-jährige Angestellte einer Brandsanierungsfirma ist Mitglied der Fissauer Wehr und unterstützt die Zarnekauer, wenn er Zeit hat. Böhmke trat zum dritten Mal beim Vogelschießen an. Die Schützenkette bekam er von Klaus-Wilhelm Wieckhorst überreicht. Im Gegensatz zu Voß hält der 77-Jährige einen Rekord, er war seit 1979 vier mal Schützenkönig.

 

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erstellt am 30.Mai.2014 | 12:21 Uhr

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