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Ostholsteiner Anzeiger

11. Dezember 2017 | 05:38 Uhr

Die Treppe kommt – aber wann?

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

SPD relativierte Antrag zum Wegfall / Verwaltung bereitet Ausschreibung vor / Gestaltungsänderungsantrag muss genehmigt werden

shz.de von
erstellt am 07.Jul.2017 | 00:21 Uhr

Eine weitere Grundsatzdiskussion über die Notwendigkeit der Treppe als Verbindungsstück von der Peterstraße zur Straße am Mühlenberg gab es in der Bauausschusssitzung am Mittwochabend nicht. Ganz unaufgeregt relativierte Klaus Kibbel (SPD) seinen Antrag zum Wegfall/Verzicht der Treppe: „Ich bin der Meinung, dass wir die Treppe nicht brauchen. Aber die SPD-Fraktion möchte gern eine Information, wie der aktuelle Planungsstand aussieht.“ Also doch nur reden?

Karen Dyck vom zuständigen Tiefbauamt der Stadt Eutin informierte die Mitglieder darüber, dass die Telekom den Schacht, wegen dem es überhaupt zur Verzögerung des Treppenbauwerks gekommen war, nun erledigt habe, die Stadt diesbezüglich auf keinerlei Kosten sitzen bleibe. Auch die Statik sei fertig, berichtete Simone Handschuck, kommissarische Bauamtsleiterin, „die Ausschreibungen können erfolgen“.

Als die Diskussion um die Fördersumme aufkam, wurde es kurzfristig wirr. „Wir haben noch keine Aussage, wie viel wir gefördert kriegen“, sagte Dyck. Von den anrechenbaren Kosten seien 75 Prozent über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz förderfähig. Hierüber wurden die Bahnhofserweiterung und die Straße Am Mühlenberg beantragt. Die Kosten für den Straßenausbau wären nicht förderfähig, wenn es das Verbindungselement Treppe nicht gebe, so Dyck. Die Sanierung der Peterstraße samt Treppenanlage werde mit Mitteln der Städtebauförderung, bei der die Stadt ein Drittel der Kosten übernehmen müsse, finanziert. Dyck fügte hinzu, dass die bisher beschlossene Treppe 154  000 Euro brutto koste.

„Wir haben Beschlüsse, die Verwaltung kann sofort handeln. Weitere Infos wären wünschenswert, aber die verhindern keinen Fortschritt“, sagte die Ausschussvorsitzende Monika Obieray, als der Versuch nach grundlegenden Fragen zur derzeit grün-braunen Baulücke aufkeimten. Kibbels Antrag zum Wegfall der Treppe schien vom Tisch, er selbst sagte: „Das sind mehr Informationen, als ich mir erhofft hatte.“ Er sei zwar immer noch der Meinung, eine Treppe sei unnötig, erst Recht, wenn die Pflege der Anlage später zu wünschen übrig lasse und das Bahnhofsklientel dann eine neue Ecke bekomme. „Jetzt, wo die LGS vorbei ist und sich wirklich alle daran gewöhnt haben, den Durchgang zu nutzen, finde ich eine Treppe einfach nur sinnlos“, so Kibbel. Dyck wiederholte: „Dann sind die Kosten für den Ausbau der Straße am, Mühlenberg nicht förderfähig, wenn die Treppe wegfällt.“ Kibbel gab sich schließlich mit dem Diskussionsende zufrieden, bat aber darum, nach der Sommerpause zu erfahren, wie die „Förderkulisse aus Kiel“ aussehe, um das in Relation mit den Kosten für die Treppe setzen zu können.

Im Hintergrund arbeitet die Verwaltung nun an der Vorbereitung der Ausschreibung. Außerdem muss beim Fördergeber in Kiel ein Gestaltungsänderungsantrag gestellt werden, da in Kiel noch die ursprünglich mal geplante – kleinere Lösung – der Treppenanlage am Telekomschacht vorbei vorliegt, der Ausschuss sich aber nach langer Diskussion vor gut einem Jahr für eine Amphitheater-ähnliche Treppe entschieden hatte. Im September ist die nächste Sitzung, ob mit dem Treppenbau dann in diesem Jahr überhaupt noch begonnen werden kann, blieb offen.

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