Die „Thermoskanne“ darf starten

Die „Thermoskanne“ erhält in diesen Tagen ihre Fassade.
1 von 2
Die „Thermoskanne“ erhält in diesen Tagen ihre Fassade.

Umwelminister Robert Habeck übergab die Betriebserlaubnis für neuen Stadtwerke-Wärmespeicher

von
06. Oktober 2016, 17:13 Uhr

In der Stadt nennt man ihn die „Thermoskanne“ – ein 60 Meter hoher zylinderförmiger Bau auf dem Ostufer, der nur eine Aufgabe hat: heißes Wasser speichern. Damit soll die Fernwärmeversorgung der rund 70  000 Kieler Stadtwerke-Kunden gesichert werden. Seit gut einem Jahr entsteht der Komplex. Die Außenfassade aus hunderten Trapezblech-Elementen in Graualuminium soll bis Mitte November fertiggestellt sein. Gestern übergab Umweltminister Robert Habeck (Grüne) die Betriebsgenehmigung für den Speicher sowie die dazugehörige Pumpenhalle an den Energieversorger. Ende des Jahres soll der Wärmespeicher in Betrieb gehen.

Er ist ein Teil des Konzepts der Stadtwerke für die Fernwärmeversorgung der Zukunft, wie Stadtwerke-Vorstand Jörg Teupen erläuterte. Der zweite, größere Bestandteil ist der Bau des geplanten Gasheizkraftwerks neben dem Kohlekraftwerk, das Ende März 2018 außer Betrieb gehen soll. Mit Beginn der Heizperiode 2018 soll dann das neue, moderne und flexible Kraftwerk (Gesamtinvestitionsvolumen: etwa 290 Millionen Euro) seinen Betrieb aufnehmen. Das im Wärmespeicher aufbewahrte, bis zu 115 Grad Celsius heiße Wasser über ein 374 Kilometer langes Fernwärmenetz der Stadtwerke zu den Kunden gebracht.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen