„Die Stärken Malentes entdecken und ausschöpfen“

Das Modellvorhaben Malente präsentierten Birgit Boller und Bürgermeister Michael Koch in Berlin.
Das Modellvorhaben Malente präsentierten Birgit Boller und Bürgermeister Michael Koch in Berlin.

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30. Juni 2015, 12:15 Uhr

Aus der Randlage in den Blickpunkt rücken – so ließe sich das Ziel eines Forschungsfeldes für „peripher gelegene Kleinstädte“ beschreiben, für das acht Modellgemeinden Pionierarbeit leisten werden – darunter die Gemeinde Malente (siehe Seite 1).

Kommunen in Randlage würden vielfach kaum beachtet und häufig unterschätzt, stellt Malentes Bürgermeister Michael Koch fest. Dabei übernähmen Städte und Gemeinden wie Malente wichtige Funktionen als Wohn- und Arbeitsstandorte, als Orte der Versorgung, Begegnung und Bildung. Aber sie stünden heute auch oft vor typischen Herausforderungen wie Abwanderung, Leerstand und Versorgungslücken, etwa bei der medizinischen Versorgung. In vielen dieser Städte werde es zunehmend schwieriger, wichtige Infrastrukturen und Angebote dauerhaft zu sichern.

Vor diesem Hintergrund hätten Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung daher im Rahmen des Programms Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) ein neues Forschungsfeld gestartet. Mit ihm sollen Handlungsspielräume und bisher unentdeckte Entwicklungspotenziale peripher gelegener Kleinstädte ausgelotet sowie für ihre Entwicklung gezielt genutzt werden.

Leitfragen des Forschungsfelds seien: Welche spezifischen Möglichkeiten, welche Besonderheiten, welche Stärken haben Kleinstädte wie Malente? Was können die Städte tun, um diese Potenziale zu erschließen und optimal auszuschöpfen? Und inwieweit lassen sich die Erkenntnisse aus den Modellvorhaben auf andere peripher gelegene Kleinstädte übertragen?

„Dabei sollen Bürgerinnen und Bürger, Bürgermeister, Stadtplaner, Verwaltungen, die Privatwirtschaft sowie Vereine und Verbände mitwirken. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gelegt“, erläutert Koch. Schon im Vorfeld der Bewerbung für dieses Modellprojekt, die von der Malenter Gemeindevertretung am 23. April beschlossen worden war, hatte Koch das Forschungsprojekt als ideale Ergänzung zum Integrierten Gemeindeentwicklungskonzept (Igek) bezeichnet.

Weitere Infos im Internet unter www.exwost-kleinstaedte.de

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