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Ostholsteiner Anzeiger

21. August 2017 | 12:48 Uhr

Die Stadt Plön hat ein neues Logo

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der städtische Hauptausschuss beendete Montagabend eine seit 2011 anhaltende Beratung und Diskussion / Kosten: 23 700 Euro

Es ist wirklich nicht spektakulär, eher schlicht und einfach – das neue Logo der Stadt Plön. Es soll künftig der Wiedererkennung Plöns dienen. Der Hauptausschuss hat mit dem Beschluss über das neue Logo am Montagabend die seit 2011 laufende Diskussion beendet. Allerdings nicht ganz unumstritten: Dr.
Henning Höppner (SPD) und Gabriele Killig (FDP) stimmten dagegen.

Wolfhardt Bess von einer Agentur aus Neumünster erklärte das schlichte Logo mit blumigen Worten. Er räumte ein, dass ein Vorgang in seinem Hause noch nie so lange gedauert habe, wie der Plöner. Er versprach aber auch hoffnungsvoll, dass es noch nie einen Auftrag gegeben habe, der ohne Abschluss blieb. Und er sollte am Ende des öffentlichen Teils des Hauptausschusses unter dem Vorsitz von Oliver Hagen (CDU) Recht behalten.
 Bess stellte heraus, dass es bei der Findung des Logos um vier Buchstaben geht: Plön. Das gefundene Logo soll den Wert der Stadt Plön nachhaltig steigern. Wolfhardt Bess: „Es geht bei dem Logo um gelebte Inhalte und eine einheitliche Gestaltung – markant in der Typografie, die wir noch ausgeprägt haben.“ Beispielhaft zeigt er das Logo der Holsteinischen Schweiz, das auch aus seinem Hause komme. Es sei mehrfach nutzbar und vor allen Dingen vom Markt der Region angenommen.

Unter dem Motto „weniger ist mehr“ präsentierte Bess einem erwartungsvollen Kreis seinen Vorschlag. Es warf mit dem Beamer den Schriftzug Plön in Versalien an die Wand – schlicht und einfach, mal mit dem Untertitel „stadtfein“, mal „erlebnisreich“ oder mal „seenswert“, mal „sehenswert“ oder „seenreich“. Die zweite Ebene unter den Namen Plön ist je nach Verwendung austauschbar. Einige lange Gesichter ließen die Gedanken erahnen: dafür haben wir 23700 Euro bezahlt?

Damit das aber in geregelten Bahnen passiert, empfahl Wolfhardt Bess der Stadt Plön einen Corporate Design-Beauftragten, der für die Stadt den Einsatz des neuen Logos überwacht und in den einzelnen Medien umsetzt. Dr. Henning Höppner fehlte so ein bisschen der „kick“. Der Ansatz sei spannend und das Logo variabel. Frank Evers (FWG Plön) war „das Grau in der zweiten Ebene ein bisschen fade“. Gabriele Killig (FDP) tat sich schwer mit dem Begriff „seenswert“: „Das ist auch noch falsch geschrieben.“ Thorsten Pfau (SPD) sprach das Markenrecht an, dass – so Wolfhardt Bess – die Stadt von einem Fachanwalt überprüfen lassen sollte.

Raimund Paugstadt von der neuen Initiative „Schönes Plön“ sieht das neue Logo der Stadt als „schlicht und einfach mit einem wenig kreativen Ansatz“. Es sei mit dem schlichten Namen der Stadt in roter Schrift nichtssagend. „Ich hätte lieber einen Begriff gewählt, der sich in den Köpfen der Menschen mit einem Wiedererkennungswert festsetzt“, sagte Paugstadt dem OHA.

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erstellt am 12.Feb.2014 | 00:31 Uhr

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