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Ostholsteiner Anzeiger

23. Oktober 2017 | 19:37 Uhr

Die Stadt Eutin prüft Kauf der Fasaneninsel

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Karl-Heinz Schulenburg will Insel verkaufen und die Mittel kurzfristig für Naturschutz einsetzen

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2016 | 05:04 Uhr

Die Fasaneninsel ist wieder zu haben. „Wir prüfen unser Vorkaufsrecht als Stadt“, sagte Bauamtsleiter Bernd Rubelt im Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstagabend nur kurz. Ausschussmitglieder waren stutzig geworden, dass im Maßnahmenplan für das laufende Jahr 365  000 Euro für den „Grunderwerb Fasaneninsel“ bereitgestellt wurden.

Der Wert entspricht dem von Gutachtern ermittelten Verkehrswert im Vorfeld der Zwangsversteigerung 2014. Damals hatte der betagte Geschäftsmann Karl-Heinz Schulenburg die Fasaneninsel für etwas mehr als eine halbe Million Euro erworben. Ein langwieriger Rechtsstreit folgte. Bis heute konnte Schulenburg (91) – obwohl er als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist – keinen Fuß auf seine Insel setzen. Das Eiland hat Schulenburg seiner Stiftung übertragen, die treuhänderisch von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein verwaltet wird. Da Stifter Schulenburg die Mittel für den Naturschutz schneller verwenden wollte, als ein Ende des Rechtsstreites abzusehen ist, entschied sich das Kuratorium für einen Verkauf. Dr. Walter Hemmerling, Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz SH: „Uns ist sehr daran gelegen, dass die naturbezogenen Konzepte, die der Stifter hatte, weiter verfolgt werden.“ Darauf werde ein besonderes Augenmerk beim Verkauf gelegt. Eine Interessentin gebe es. Der Kaufvertrag liege gerade der Bauverwaltung zur Prüfung vor.

Die Stadt wiederum prüft nun, ob sie ihr Vorkaufsrecht im städtischen Sanierungsgebiet ausüben möchte. Das Interesse der Stadt am Erwerb ihrer Gründungsstätte sei ohne
Weiteres groß, bestätigen Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt und Bauamtsleiter Bernd Rubelt, „aber die Rahmenbedingungen müssen stimmen“ und dazu gehöre unter anderem der Preis. Nach OHA-Informationen soll der Kaufpreis nahezu identisch mit der aufgewendeten Summe Schulenburgs sein, dem gegenüber steht der einst ermittelte Verkehrswert. Beim Ziel sind sich Stiftung und Stadt indes ganz nah: „Es darf nicht zum privaten Wohnen zur Verfügung stehen, sondern das historische Thema soll hier erlebbar sein in Übereinstimmung mit dem Naturschutz“, sagt Rubelt.

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