Die Rückkehr der grünen Hüpfer

Aussetz-Aktion: Aktivisten des Naturschutzbundes aus Eutin und Plön sowie Förster Peter Hundrieser im Dodauer Holz. Foto: Krauskopf
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Aussetz-Aktion: Aktivisten des Naturschutzbundes aus Eutin und Plön sowie Förster Peter Hundrieser im Dodauer Holz. Foto: Krauskopf

Früher war er weit verbreitet in der wasserreichen Holsteinischen Schweiz. Mitglieder des Naturschutzbundes (Nabu) wollen dafür sorgen, dass er zurückkehrt: der Laubfrosch.

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24. Juli 2009, 10:19 Uhr

Eutin-Neudorf | Die Nabu-Gruppen Eutin und Plön haben vergangenes Jahr ein Amphibienprogramm gestartet, bei dem selten gewordene Arten wie Laubfrosch, Knoblauchkröte oder Rotbauchunke wieder in verschiedene Gewässer dauerhaft zurückkehren sollen, aus denen sie seit langem verschwunden sind. Verschiedene Arten haben dabei verschiedene Ansprüche an ihren Lebensraum, allen ist gemeinsam, dass sie es in Teichen schwer haben, in denen auch Fische und damit potenzielle Fraßfeinde leben.

Geeignetes Gewässer haben die Amphibienschützer in der Nähe des Dodauer Forsthauses ausgemacht: Zwei ehemalige Fischteiche, die im Flora-Fauna-Habitat-Gebiet liegen und nicht mehr genutzt werden. Mit Mitteln der Plöner Marius-Böger-Stiftung wurden die Karpfen und Schleie abgefischt und neue Ablass-Einrichtungen gebaut. Neben 14.000 Euro dafür stellte die Stiftung weitere 2000 Euro für Aufzuchtstationen zur Verfügung. In denen werden Amphibien vom Station des Laichs bis zur Größe, die ein Aussetzen erlaubt, gezogen.

Eine Station betreut der Eutiner Nabu-Vorsitzende Oscar Klose, eine andere das Plöner Nabu-Mitglied Gerhard Augustin. Aus beiden Stationen wurden vergangene Woche über 1100 junge Laubfrösche in den Dodauer Forst gebracht und ausgesetzt. Jeweils rund 1500 sollen in den beiden kommenden Jahren folgen, damit der rund 6000 Quadratmeter große Wiesenteich wieder dauerhaft von Laubfröschen als Lebensraum genutzt wird. Oscar Klose: "Der liegt ideal an einem strukturreichen Waldrand und ist von einem extensiv bewirtschafteten Grünland umgeben, Denn den Kontakt mit Kunstdünger überlebt ein Frosch nur wenige Minuten."

Die Nabu-Aktivisten sind den Landesforsten dankbar, dass sie dieses Projekt unterstützen, und sie hoffen, dass sich die Dodauer Frösche in den kommenden Jahren auch in der Umgebung sehen lassen.

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