Gottesdienst für Retter : "Die Predigt hat den Ton getroffen"

Gruppenbild mit Elsbeere : Pastor Matthias Hieber, Annika Schumacher, Stefan Machlitt, Gerold Wiechmann, Dieter Preuß, Peter Ernst, Ralph de Paoli und  Matthias Isecke-Vogelsang. Foto: tgr
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Gruppenbild mit Elsbeere : Pastor Matthias Hieber, Annika Schumacher, Stefan Machlitt, Gerold Wiechmann, Dieter Preuß, Peter Ernst, Ralph de Paoli und Matthias Isecke-Vogelsang. Foto: tgr

Süsels DRK-Vorsitzender Matthias Isecke-Volgelsang übernahm in der Kirche beim Gottesdienst für Retter die Rolle des Predigers.

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06. September 2011, 11:50 Uhr

Süsel | Ein außergewöhnlicher Gottesdienst wurde Sonntagmorgen in der St.-Laurentius-Kirche Süsel gefeiert: Er war erstmals ehren- und hauptamtlichen Rettern und Helfern gewidmet, die sich bei Feuerwehren, in
Rettungsdiensten, in der Notfallseelsorge, der Krisenintervention oder bei der Polizei um andere Menschen kümmern. So predigte auch nicht Pastor Matthias Hieber, sondern Matthias Isecke-Vogelsang vom Deutschen Roten Kreuz, und das vor einer bemerkenswerten Kulisse: rund 280 Menschen füllten die Feldsteinkirche.
Hieber und Isecke-Vogelsang waren es auch, die gemeinsam mit den beiden Süseler Feuerwehrmännern Stefan Machlitt und Gerold Wiechmann sowie Kai Cyriaks (DRK Süsel) und Ralph de Paoli (Polizeistation Süsel) den besonderen Dankes-Gottesdienst organisiert hatten (der OHA berichtete). Für Isecke-Vogelsang, Vorsitzender des Süseler DRK, war es zudem eine Premiere, bei einem Sonntagsgottesdienst von der Kanzel zu predigen. Und eine gelungene: Mit seinen Worten fand der Pädagoge erkennbar die Gefühlslage der Kirchenbesucher, zu denen vor allem Delegationen der Süseler Gemeindewehren, aber auch Vertreter des DRK, der Johanniter, des Technischen Hilfswerkes und der Polizei gehörten. "Es war schon spannend, hat aber Freude gemacht, bei einem Gottesdienst zu diesem besonderen Thema sprechen zu dürfen", resümierte Isecke-Vogelsang. Pastor Hieber war angetan von den Worten seines "Vertreters": "Das war eine tolle Predigt, die den Ton genau getroffen hat." Die Fürbitten während des Gottesdienstes seien sogar laut vorgelesen worden. "Das zeigt, dass der Gottesdienst die Menschen berührt hat", schilderte der Pastor dem OHA.

Vor den Augen zahlreicher Kirchenbesucher enthüllte Pastor Hieber nach dem Gottesdienst mit Dieter Preuß vom Dorfvorstand und Vertretern verschiedener Organisationen einen Gedenkstein. An dem von Preuß beschrifteten Gedenkstein wurde eine Elsbeere gepflanzt. Der Baum des Jahres 2011 ist in Ostholstein sehr selten. Zum Abschluss entsprachen zahlreiche Gottesdienst-Besucher dem Wunsch Hiebers und befestigten an dem gepflanzten Baum mit Dank- und Bittsätzen handbeschriebene Blätter.

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