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Ostholsteiner Anzeiger

18. August 2017 | 14:56 Uhr

Die (Post)Karten neu gemischt

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Förderkreis „Hilfe für St. Michaelis“ übergibt 6000 Ansichtskarten an die Kirchengemeinde / Unterstützerkreis gibt Auflösung bekannt

Das Taufbecken, das Kruzifix, die Orgel, die Marienfigur, die Kapelle mit Schönfeldt-Altar und eine Außenansicht – das sind die neuen Postkartenmotive, die Eutiner und die Besucher der Stadt nun von der St.-Michaelis-Kirche in alle Welt versenden können.

Gestern hat der Förderkreis „Hilfe für St. Michaelis“ 6000 Ansichtskarten an die Kirchengemeinde übergeben – von jedem Motiv 1000 Stück. Fünf hat Constantin Beyer, ein Fotograf aus Weimar, erstellt. Die Kapelle am Ostchor hielt der inzwischen verstorbene Klaus Velter aus Eutin im Bild fest.

„Wir haben nicht alle Motive genommen, die zur Verfügung standen“, sagte Pastor im Ruhestand Lutz Tamchina. Ausgewählt wurden die, von denen erwartet wird, dass sie sich gut verkaufen lassen. 50 Cent kostet jede Postkarte. Erhältlich sind sie ab sofort am so genannten Kirchenhüter-Tisch direkt in der St.-Michaelis-Kirche.

Die Einnahmen aus dem Verkauf sollen wieder der Kirche zugute kommen. Finanziert werden soll damit die laufende Pflege insbesondere der mittelalterlichen Exponate der ostholsteiner Kirchengeschichte, die in der Kirche zu sehen sind. Von 2005 bis 2007 ist die im 12. Jahrhundert erbaute Eutiner Stadtkirche saniert worden. Nachfolgend kamen Taufbecken, Epitaphe und Co. dran. Insbesondere bei letzteren hatte sich der Förderkreis erfolgreich bemüht, Spenden für die Restaurierung einzusammeln. Allein die Frischzellenkur der beiden Epitaphen zusammen habe fast 85  000 Euro gekostet, berichtete Tamchina. Im Ergebnis sei „die Kirche im Bewusstsein wertvoller geworden“, so Tamchina.


Förderkreis löst sich auf


Die Tage des Förderkreises „Hilfe für St. Michaelis“ sind im übrigen gezählt: Am 13. Januar 2018 wollen die 38 Mitglieder die Auflösung beschließen. „Die Arbeit ist getan“, sagte Pastorin Löffelmacher angesichts der abgeschlossenen Restaurierungsprojekte. Zudem fehle der Nachwuchs, ergänzte Renate Rode. Es bestehe jedoch die Hoffnung, dass „in vielleicht zehn Jahren“ sich erneut Enthusiasten zusammenfinden, die einen neuen Kreis gründen, um die Finanzierung von Restaurierungsprojekten zu sichern, sagte Einhart Rode.

Im letzten Jahr seines Bestehens plant der 2003 gegründete Förderkreis im Herbst noch ein großes Spenderfest. Die Übergabe der Postkarten ist als ein weiterer Punkt bereits gestern abgearbeitet worden. „Welche Motive die Menschen am liebsten mitnehmen – wir werden’s erleben, wie sich die Karten verkaufen“, sagte Tamchina.

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erstellt am 10.Feb.2017 | 11:13 Uhr

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