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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 13:53 Uhr

„Die Orientierung erleichtern“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Seit einem Monat ist Julia Kocks die Ansprechpartnerin für Flüchtlinge und deren ehrenamtliche Betreuer in der Gemeinde Süsel

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Die Flüchtlingsbeauftragte in der Gemeinde Süsel hat gewechselt. Nach nur zweieinhalb Monaten hat Julia Kocks (kleines Foto) die Aufgabe von Alexandra Griebsch übernommen, die aber den Kinderschutzbund (DKSB) Ostholstein verlassen hat, wie Geschäftsführer Martin Liegmann sagte.

Am 1. November hat Julia Kocks die Flüchtlingsbetreuung übernommen und steht der Gemeinde zehn Stunden in der Woche zur Verfügung.

Die Kulturwissenschaftlerin hat erste Kontakte zu den Asylbewerbern geknüpft. Acht Menschen leben derzeit in der Gemeinde. Weitere 20, die Süsel zugeteilt wurden, sind in Eutin untergebracht. Das sei in der Vergangenheit grundsätzlich so gehandhabt worden, sagte Kocks gestern unserer Zeitung.

Bei den 28 wird es bis zum Jahresende wohl nicht bleiben. Insgesamt könnten der Gemeinde bis Jahresende 105 Flüchtlinge zugewiesen werden.

Die Gemeinde könne die Menschen bisher dezentral unterbringen, was Kocks klar befürwortet. „Dann ist es für die Menschen leichter, Anschluss zu finden.“ In Massenunterkünften seien die Menschen schwerer zu erreichen, und dort drohe der sogenannte Lagerkoller.

Kocks hat viele ehrenamtliche Betreuer in der Gemeinde bereits kennengelernt. Es gebe eine große Bereitschaft. Etwa zehn Menschen engagierten sich intensiv. Andere hätten Hilfsbereitschaft signalisiert.

Im Januar will Kocks alle Ehrenamtlichen und die, die sich in der Flüchtlingsbetreuung engagieren wollen, zu einem Treffen einladen. Für Auskünfte ist sie per E-Mail zu erreichen (j.kocks@kin derschutzbund-oh.de). Bis für die Flüchtlingsbetreuerin im Süseler Rathaus ein fester Arbeitsplatz eingerichtet worden ist, läuft der telefonische Kontakt über den DKSB in Neustadt: 04561/51230.

Für Kocks ist es die erste Stelle nach dem Studium, das sie in Kiel absolvierte. Auslandserfahrung sammelte die junge Frau nicht. Sie wählte die Themen ihrer Bachelor- und Masterarbeit aber im Bereich des interkulturellen Miteinanders und der Integration aus. Praktische Erfahrung machte Kocks im Haus der Kultur und im Willy-Brandt-Haus in Lübeck. Sie spricht neben Deutsch auch Englisch und etwas Französisch.

Vom DKSB wurde die 27-Jährige ursprünglich für die gleiche Arbeit in Grömitz eingeteilt. Als aber in Süsel plötzlich die Betreuung wegbrach, ordnete der DKSB sie mit zehn Stunden ihrer Vollzeitstelle nach Süsel ab, wie DKSB-Geschäftsführer Martin Liegmann erläuterte.

Ihr mache die Arbeit Spaß, versichert Julia Kocks. Zwei Ziele hat sie formuliert: „Wir möchten für alle, die noch kommen, einen ehrenamtlichen Lotsen finden und die Menschen ein Stück weit begleiten, ihnen die Orientierung erleichtern.“

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