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Die Nebensaison rückt stärker in den Fokus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Ostsee-Holstein-Tourismus stellt Kampagne für den kommenden Winter und neuen elektronischen Reiseführer vor

Das Osterfest steht vor der Tür, doch der Blick des Vereins Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) geht schon gen kommenden Winter: Der OHT rückt die Nebensaison von Oktober bis März stärker in den Fokus. „Unser Ziel ist es, in dieser Zeit die Übernachtungszahlen in den nächsten Jahren zu steigern“, sagte Katja Lauritzen, Geschäftsführerin vom OHT, gestern bei der Vorstellung der neuen Kampagne „Winterschöne Ostsee“. Denn die Werbemaßnahmen sollen helfen, dass das Übernachtungsplus von knapp fünf Prozent im Dezember 2016 (Quelle: Statistikamt Nord) sich auch in den zukünftigen Wintermonaten fortsetzt.

Die Entwicklung des Wintergeschäfts sei enorm, sagte Lauritzen. Die Monate Oktober bis Januar – ansonsten eher die stillen Tage entlang der Küstenorte – verzeichneten 2016/17 gute Zuwächse. „Das zeigt, dass wir mit unserer Strategie richtig liegen“, sagte Lauritzen.

Dafür, dass noch mehr Gäste im Winter ihren Urlaub an der Ostsee verbringen, setzt OHT auf „eine Mischung aus Print-, Online- und Live-Aktionen“, sagt Jacqueline Felsmann vom OHT. Allein die Winterbroschüre des OHT mit Reiseangeboten und Tipps rund um einen Urlaub in der Nebensaison hat eine Auflage von rund 90  000 Exemplaren.

In die Karten spielt den Touristikern der Bauboom an der Ostseeküste. Seit 2014 sind kontinuierlich neue Hotels, Pensionen und Ferienhäuser entstanden – 7000 neue Betten bisher. Bis 2018 sollen es weitere 7000 sein. Investitionen von rund 379 Millionen Euro sind zwischen 2015 und 2018 in den Tourismus entlang der Ostseeküste geplant und in Teilen bereits getätigt. Als Musterbeispiel zählt Heiligenhafen für die Touristiker: Hier haben zuletzt allein drei neue Hotels eröffnet. Und gerade die sind es, die im Winter mit Restaurants, Bars und Wellness den Mehrwert bieten, den Gäste gerade in der dunklen Jahreszeit zum Entspannen suchen, so Lauritzen.

„Die Küste ist im Wandel, das Image hat sich verändert“, sagt Lauritzen. Dabei kommt der Region auch zugute, dass zurzeit Reisen in die Türkei aufgrund der politischen Lage nicht mehr so beliebt sind, gleichzeitig die Preise für Reisen zum Konkurrenten Spanien aufgrund der hohen Nachfrage steigen. Dadurch sei der Urlaub an der Ostsee eine interessante Alternative. Hauptkonkurrenten seien jedoch weiterhin die schleswig-holsteinische Nordseeküste und Mecklenburg-Vorpommern, so Lauritzen.

Um den Gästen auch in der Nebensaison Veranstaltungen zu bieten, soll nach der Premiere im vergangenen Jahr „Lichtermeer“ am Wochenende der Zeitumstellung (27. bis 29. Oktober) entlang der Küste und in der Holsteinischen Schweiz wieder stattfinden, „um so ganz offiziell die winterschöne Zeit an der Küste einzuläuten“, sagt Lauritzen.

Große Hoffnungen setzt der Verein auch auf das Interreg-Projekt „React“. Damit kann der OHT Werbung in Dänemark für die Ostseeküste Schleswig-Holsteins machen. Mit 600  000 Euro werden innerhalb von zwei Jahren Werbe- und Marketingmaßnahmen gefördert. Denn: „Wir setzen massiv auf Dänemark“, sagt Lauritzen. Zwar kommen 95 Prozent der Ostseeküsten-Urlauber aus Deutschland, der Anteil der Skandinavier steigt aber stetig – insbesondere der der Dänen. Und denen soll hier Aktiv-Urlaubsthemen wie Wind- und Kitesurfen, Angeln sowie Rad fahren nahegelegt werden.

Aus- wie inländische Touristen können außerdem jetzt auf geballte mobile Informationen zurückgreifen: Denn frisch überarbeitet – und ab sofort nutzbar – ist die Ostsee-App. „Das ist ein elektronischer Reiseführer“, sagt Uwe Kirchhoff, Geschäftsführer Ostsee-Tourismus-Service GmbH. Ausflugtipps, Parkplätze, Restaurants und Co. gibt es bereits seit längerem als Mini-Programm für Smartphones und Tablet-PCs. Neu ist nun neben der Optik der App auch eine standortbezogener Suchfunktion, die Angebote vor Ort anzeigt. Die App verzeichnete bisher 70  000 Downloads, berichtet Kirchhoff. 6000 Menschen nutzen sie täglich. Sie ist mittlerweile kombiniert mit der Ostseecard, von der 2,4 Millionen seit 2004 im Umlauf sind.

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erstellt am 06.Apr.2017 | 17:51 Uhr

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