Schloss Eutin : „Die Marke Eutin nach vorne bringen“

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Der eine geht, die andere kommt: Friederike von Cossel ist die neue Geschäftsführerin der Stiftung Schloss Eutin. Interims-Chef Matthias Bönsel bleibt noch bis Ende des Monats.

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03. Juli 2015, 04:00 Uhr

Den ersten Arbeitstag im Eutiner Schloss hat sie bereits hinter sich gebracht, hat mit Mitarbeitern gesprochen und sich erste Eindrücke von ihrem neuen Arbeitsplatz verschafft. Seit dem 1. Juli ist Dr. Friederike von Cossel die neue Geschäftsführerin der Stiftung Schloss Eutin. Gestern stellte sie sich der Öffentlichkeit vor.

Die Kultur- und Wirtschaftswissenschaftlerin möchte sich in den kommenden Monaten „solide einarbeiten, um dann die nötigen Maßnahmen anzugehen“, sagte die 39-Jährige.

Die Stiftung hatte nach einer entsprechenden Novelle des Gesetzes durch den Landtag die neu geschaffene Leitungsposition Ende 2014 bundesweit ausgeschrieben und 97 Bewerbungen erhalten. „Wir haben eine sehr gute Wahl getroffen“, sagten der Stiftungsratsvorsitzende Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer und sein Vize, Herzog Christian von Oldenburg gestern.

Von Cossel löst in der Chefrolle damit Interims-Schlossverwalter Matthias Bönsel ab. Mindestens bis Ende dieses Monats werde er noch aktiv im Schloss-Team mitarbeiten, sagte Bönsel, der mit einem lachenden und einem weinenden Auge geht. „Die Arbeit hier hat viel Energie gekostet, aber mir auch viel Energie gegeben“, sagte Bönsel.

Schmidt-Elsaeßer und der Herzog von Oldenburg dankten Bönsel für die geleistete Arbeit. „Von Ihren Ideen werden wir noch lange profitieren“, sagte Schmidt-Elsaeßer. Bönsel habe während seiner zweijährigen Tätigkeit „vieles angeschoben“, so Herzog Christian von Oldenburg.

Insbesondere die von Bönsel iniitierte Chagall-Ausstellung ist zu einem Besuchermagnet geworden: Allein bis Juni kamen bereits rund 10  000 Menschen ins Eutiner Schloss. Schmidt-Elsaeßer geht davon aus, dass die Zahl bis Ende des Jahres auf 30000 Gäste steigen dürfte – also rund doppelt so viele wie noch 2013. Mittelfristig peilt das Schloss 50  000 Besucher in 2017/18 an.

Ein weiteres Ziel: Das Eutiner Wahrzeichen soll bekannter werden. „Es wissen noch zu wenige, was für Potenzial im Schloss steckt“, sagte Schmidt-Elsaeßer. Wichtig sei es nun, die Zusammenarbeit mit der Kreis- und Landesbibliothek sowie den Eutiner Festspielen und dem Ostholstein-Museum zu intensivieren“, sagte Herzog von Oldenburg. „Wir wollen die Marke Eutin nach vorne bringen.“ Das werde gelingen, wenn alle zusammenarbeiten, so von Oldenburg.

Nicht zuletzt steht 2016 die Landesgartenschau in Eutin auf dem Plan. Auch hier möchte sich das Schloss beteiligen. „Projekte mit solcher Strahlkraft bieten einzigartige Möglichkeiten, um die Stiftung und das Schloss als lendigen Ort im kulturellen Leben der Stadt und der Region zu verankern“, sagte Friederike von Cossel.

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