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Die Malenter Politik will das digitale Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Die Malenter Politik hat sich entschieden: Sie will ein internetbasiertes Ratsinformationssystem, mit dem die Verwaltungsvorlagen digital verschickt und bearbeitet werden können. Dieses Signal sandte der Hauptausschuss jetzt an die Verwaltung. In der vorigen Sitzung hatte ein Firmenvertreter das System Allris vorgestellt, daraufhin hatten sich die Fraktionen beraten.

„Ich denke, wir können uns neuen Medien nicht mehr verschließen. Wenn wir das täten, wäre das vier Schritte zurück“, befürwortete CDU-Gemeindevertreterin Gudrun Förster den Umstieg. FDP-Fraktionschef Wilfred Knop sprach von einem „großen Vorteil, wenn einmal erfasste Daten digital heruntergeladen werden könnten.“ Aber: „Das Problem ist der Endempfänger – also wir.“ Die Frage sei, wer die Kosten dafür trage, dass jeder mit einem digitalen Endgerät ausgestattet werde.

Vom Grundsatz stimmte auch SPD-Fraktionschef Jürgen Redepenning der Digitalisierung zu, schränkte dann aber ein: „Wir brauchen das ,irgendwann mal‘. Aber in der derzeitigen finanziellen Situation noch nicht.“

Ein Problem sei auch die unterschiedliche Qualität der Internetversorgung in der Gemeinde. „Es kann nicht sein, dass ich im Tal der Tränen in Benz zwei Stunden brauche, um etwas herunterzuladen, was in Malente zwei Minuten dauert.“ Allzu schnell werde die Einführung ohnehin nicht kommen, sagte Rathaus-Mitarbeiterin Gunda Schröder. Zunächst müsse unter drei Anbietern eine Wahl getroffen werden, und auch die administrative Umsetzung brauche ihre Zeit. Die zweite Jahreshälfte 2016 sei für die Einführung realistisch.

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erstellt am 26.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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