Die Kugel fliegt um 38 Zentimeter an Bronze vorbei

Mika Jokschat stieß die Kugel in Rostock13,77 Meter weit.
Mika Jokschat stieß die Kugel in Rostock13,77 Meter weit.

Leichtathletiktalent Mika Jokschat verpasst bei den deutschen Jugendmeisterschaften knapp eine Medaille im Kugelstoßen

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01. August 2018, 21:34 Uhr

Am zweiten Tag der deutschen Jugendmeisterschaften in der Leichtathletik gab es dann doch noch eine Endkampfplatzierung für den talentierten ostholsteinischen Nachwuchs. Mika Jokschat vom PSV Eutin schaffte im Kugelstoßen den Sprung auf den sechsten Platz mit der besten Serie seiner Karriere, denn vier Mal flog die fünf Kilogramm schwere Kugel über die 16-Meter-Marke. Das
i-Tüpfelchen fehlte allerdings, denn bei seinem besten Stoß von 16,77 Metern fehlten nur 38 Zentimeter zur Bronzemedaille. Selbstkritisch kommentierte der Eutiner seinen Wettkampf:„Hätte ich meine technischen Probleme in den Griff bekommen, wäre die Kugel deutlich weiter geflogen“. Jokschat war der einzige U18-Athlet, der in drei Wurfdisziplinen am Start war. Zwar war das Einwerfen beim Diskuswerfen noch recht gut, doch im Wettkampf flog die Scheibe nur auf 45,20 Meter, die Rang 12 bedeuteten. 51,16 Meter, Jokschats Bestleistung, hätten Bronze bedeutet. Beim Speerwerfen waren die Windbedingungen sehr schwierig. Nur 48,87 Meter flog das Wurfgerät, so dass am Ende der 16. Platz herauskam.

Sein Vereinskamerad Daniel Garschke hatte sich riesig über seinen Finaleinzug über 1500 Meter in 4:15,56 Minuten gefreut, musste aber anerkennen, dass die Konkurrenz nach einem echten Bummelrennen auf den letzten 400 Metern zu sprintstark war. Der Sieg ging an Jonas Völler vom SC Myhl in 4:30,65 Minuten, einer Zeit, die am Vortag nicht einmal zum Erreichen des Endlaufs gereicht hätte. Für Garschke blieb trotz einer starken letzten 400-Meter-Runde in 60 Sekunden nur der elfte Platz in 4:37,15 Minuten.

Für den aussichtsreichsten Ostholsteiner in der Hansestadt endete der Weitsprungwettkampf sicher nicht so wie erhofft. U18-Europameister Nick Schmahl vom TSV Heiligenhafen blieb ohne gültigen Versuch und schied schon nach dem Vorkampf aus. Anlauf- und Fußprobleme führten zum Aus. „Ich sehe das jetzt als einen Wettkampf, aus dem man nur lernen kann, denn ich habe ein paar Fehler gemacht“, hat der Todendorfer von der Insel Fehmarn seinen Fauxpas ganz gut verdaut. „Wenn mein Fuß wieder richtig fit wird“, bereite ich mich auf die Youth Olympic Games in Buenos Aires/Argentinien im Oktober vor.

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