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Die Kreisverkehrswacht Plön sucht dringend Nachwuchs für den Vorstand

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 11.Mai.2017 | 13:39 Uhr

Die Kreisverkehrswacht Plön hat einen neuen zweiten Vorsitzenden. Polizeihauptkommissar a.D. Gerd Prien (61), ehemaliger Leiter der Polizeistation Schönberg, wurde bei der Jahresversammlung in Plön zum Nachfolger von Kay Kramm gewählt, der den Posten aus persönlichen Gründen abgab.

Vorsitzender Hans-Dieter Schwarz, Geschäftsführer und Schatzmeister Carsten Kanopka, Schriftführerin Rita Wiosna und die Beisitzer Jens Heerwagen, Regine Börngen, Hans Willmer, Susanne Dietz und Claudia Gusovius wurden in ihren Ämtern bestätigt. „Ich hoffe darauf, bald einen Nachfolger zu finden, ich werde im nächsten Jahr 75“, sagte Schwarz. Unter den Gästen begrüßte er die stellvertretende Kreispräsidentin Helga Hohnheit, den Präsidenten der Landesverkehrswacht, Dietmar Benz und die geschäftsführende Vize-Präsidentin der Landesverkehrswacht, Elisabeth Pier.

Jens Pfeiffer vom ADAC hielt einen launigen Vortrag zu gesetzlichen Neuerungen und den häufig unterschätzten Gefahren des E-Bike- und Pedelec-Fahrens. „Die Unfallzahlen gehen hoch, Pedelecs sind richtig schnell, können bis zu 80 Stundenkilometer erreichen.“ Ältere Menschen seien nicht nur Verursacher, sondern auch Opfer von Unfällen, gab er zu bedenken. Der ADAC biete Fitness-Checks, Mobilitätstage und Kurse an. Pfeiffer bemängelte, dass zwar eine Helmpflicht bestehe, es aber keine Helme für Pedelecs gebe.

Helga Hohnheit nannte in ihrem Grußwort einige Zahlen aus der neuen Verkehrsstatistik der Polizei. Es sei beunruhigend, dass bei 28,8 Prozent der Unfälle ältere Menschen beteiligt seien. „Sie richten ein besonderes Augenmerk auf die Schwächeren der Gesellschaft und leisten viel für die Sicherheit und Unversehrtheit der Menschen im Kreis Plön“, würdigte sie die ehrenamtliche Arbeit des Vereins. Dieser gebe auch Verkehrssicherheitskurse für Flüchtlinge.

„Junge Fahrer verursachen landesweit 16 Prozent aller Verkehrsunfälle, sie machen aber nur 7,5 Prozent der Bevölkerung aus. Die Älteren produzieren prozentual zwar ebenso viele Unfälle, haben jedoch einen Anteil an der Bevölkerung von 25 Prozent“, schlug Benz eine Bresche für ältere Fahrer.

Laut Schwarz hat der Verein 55 Mitglieder und elf Schulen in seinen Reihen und sucht noch Mitstreiter für die Vorstandsarbeit und die Unterstützung der Verkehrserziehung in Kindertagesstätten. Die Kreisverkehrswacht biete regelmäßig Verkehrssicherheitskurse und Seminare an und plane eine Einschulungsaktion für Erstklässler mit Fußgänger-Führerschein und Verteilung von Reißverschluss-Reflektoren. Auf dem Plan steht außerdem die Beteiligung an und die Ausrichtung von Verkehrssicherheitstagen für Kindertagesstätten, Senioren, junge Kraftfahrer sowie Radfahrer.  





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