Die Kieler Woche erhält ihr eigenes Bier

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19. April 2015, 18:45 Uhr

Die Überraschung war gelungen: Auf dem Craft-Beer-Day am Sonnabend im Legienhof präsentierten Thom Glas und Matthias Fehrke erstmals ein eigenes „Kieler-Woche-Bier“. Mit Hilfe von Brauer Patrick Kresztel vom Westindien-Brauhaus in Flensburg ließen sie ein „leichtes fruchtiges hopfengestopftes Pale Ale“ reifen. Eine kleine Marge von 30 Litern konnten die Besucher der alternativen Biermesse – als kleine „Probierschlucks “ von 0,1 Litern – genießen. Etwa 3000 Liter werden während der Kieler Woche an drei Ständen ausgeschenkt. „Don’t drink and sail“ (Nicht segeln, wenn Du getrunken hast) wird auf den Gläsern stehen, und die eigenen Flaschen erhalten eine wellige Aufschrift. „Ein Kieler-Woche-Bier gab es noch nie“, betont Thom Glas stolz.

Testen konnten die 1300 Gäste auf dem „Craft-Beer-Day“ die vielfältigen Erzeugnisse von zwei Dutzend kleiner und kleinster Brauereien. Beispielsweise das „Shipa“ (Single Hop India Pale Ale) mit 7,5 Prozent Alkohol aus der Hamburger Kehrwieder-Brauerei, dessen Chef Olli Wesseloh sich „amtierender Weltmeister der Sommeliers für Bier“ nennen darf.

Die Ricklinger Landbrauerei kredenzte ihren „Imkertraum“, ein Honig-Bier, und das eigentümliche Porse-Bier. Porse ist eine Pflanze, die ähnlich wie der Hopfen einst Bier haltbar machte. Mit dem deutschen Reinheitsgebot allerdings verschwand dieses Rezept im Dunkel der Archive – bis es eine Ricklinger Brauerfamilie entdeckte.

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