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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 23:31 Uhr

Die Jugend wandert aus Ostholstein ab

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der Kreis legt neue Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung vor / Bosau schrumpft

von
erstellt am 07.Feb.2014 | 00:34 Uhr

Der demografische Wandel ist als Schlagwort in politischen Diskussionen permanent in Gebrauch. Jetzt liegen für Ostholstein neue, aus dem Zensus von 2011 abgeleitete Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung vor. An der groben Richtung ändert sich nichts: Im Kreisgebiet werden 2025 nur noch knapp 198 000 Menschen wohnen, rund 6000 weniger als 2009. Besonders starke Einwohnerverluste werden für die Gemeinde Bosau (minus zehn Prozent) und rund um Oldenburg vorausgesagt.

„Die aktualisierte Bevölkerungsprognose Ostholstein geht unter Einbezug der Zahlen des Zensus 2011 von einem relativen Bevölkerungsrückgang von 3,1 Prozent von 2011 bis 2025 aus. Die Zahl der unter 20-Jährigen soll in diesem Zeitraum um durchschnittlich minus 15,3 Prozent und die der 20- bis 64-Jährigen um durchschnittlich minus 7,3 Prozent zurückgehen. Bei den über 65-Jährigen ist ein Anstieg um 14,4 Prozent zu erwarten“, heißt es in dem Bericht, der den Kreistagsabgeordneten am 17. Februar zu dem Thema vorgelegt wird. Demnach wird 2014 nur jeder siebente Ostholsteiner jünger als 21 Jahre sein, jeder dritte aber über 65.

Eine relativ konstante Entwicklung der Einwohnerzahlen ist lediglich für Stockelsdorf und Lensahn zu erwarten. „Alle übrigen Gemeinden und Ämter haben mit
Bevölkerungsrückgängen zu rechnen. Der Trend des überdurchschnittlichen Bevölkerungsrückganges im nördlichen Kreisgebiet nimmt verstärkt zu“, heißt es in der im Internet auf der Kreisseite bereits veröffentlichten Vorlage zum Demografiebericht.

Auch in den Altersgruppen gibt es, außer bei den Rentnern, für ganz Ostholstein durchweg Rückgänge. „Auffällig ist, dass die Zahlen bei den unter 20-Jährigen noch erheblicher zurückgehen als die der 20- bis 64-Jährigen. Überdurchschnittliche Verluste in der Altersgruppe der unter 20-Jährigen von über 20 Prozent sind für Oldenburg-Land, Ahrensbök und Bosau zu erwarten. Verhältnismäßig gut stehen mit Rückgängen von minus 10 bis minus 12 Prozent noch Stockelsdorf, Timmendorfer Strand, Lensahn und Eutin da“, so die Kreisverwaltung.

Die höchsten Zugewinne an Menschen im Rentenalter werden bis zum Jahr 2025 für Süsel, Stockelsdorf und Neustadt mit über 20 Prozent erwartet. Demgegenüber fällt der prognostizierte Zuwachs an Senioren für Timmendorfer Strand (plus 2 Prozent), Heiligenhafen, Grömitz und Scharbeutz (plus acht Prozent) deutlich kleiner aus.

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