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Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 10:36 Uhr

Die Gutsallee Ascheberg wird saniert

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

von
erstellt am 25.Jan.2016 | 10:53 Uhr

Die unter Natur- und Denkmalschutz stehende fast 300 Jahre alte Lindenallee am Gut Ascheberg wird jetzt aufwändig saniert. Damit soll ihr Bestand gesichert werden. Träger der Maßnahme ist die Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten in Schleswig-Holstein e.V. mit finanzieller Unterstützung durch die Umweltlotterie „Bingo“.

Die vierzeilige Lindenallee gehört zu den wertvollsten Alleen des Landes. Sie ist jedoch in ihrem Fortbestand akut gefährdet, weil die alten Bäume in ihrem oberen Kronenbereich stark vergreisen und in Teilen abgestorben sind. Einige Linden sind in den vergangenen Jahren bereits auseinander gebrochen. Der heutige Bestand umfasst 204 Bäume, von denen noch etwa 90 Prozent aus dem ursprünglichen Bestand stammen.

Wegen ihres hohen historischen Wertes ist die Allee als Kulturdenkmal geschützt. Die Ascheberger Zufahrtsallee ist auch für den Naturschutz von großer Bedeu-tung. Die alten Bäume werden von verschiedenen Vogelarten zur Nahrungssuche und als Brutplatz genutzt. Auch Fledermäuse nutzen den Innenraum wie auch die äußeren Seiten intensiv zum Insektenfang.

Die Krautschicht weist mit Hohlem Lerchensporn, Wiesenschlüsselblume und Waldgelbstern eine mittler-weile seltener gewordene Frühblüherflora frischer bis feuchter Laubwälder auf. Vor diesem Hintergrund ist die Ascheberger Zufahrtsallee unbedingt vor dem weiteren Verfall zu bewahren und zu regenerieren, zumal das natürliche Lebensende der Linden noch längst nicht erreicht ist.

Dieser Aufgabe möchte die 2014 gegründete Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten in Schleswig-Holstein mit baumpflegerischen Maßnahmen nachkommen. Die Erhaltung wertvoller Parkalleen ist ein besonderes Anliegen des Vereins, da hier die Interessen des Naturschutzes mit dem Bewahren historischer Landschaftselemente und dem Naturerlebnis übereinstimmen.

Im Mittelpunkt der Sanierungsmaßnahmen steht ein Kronenrückschnitt, bei dem die Kronen um etwa fünf Meter eingekürzt werden, wobei die Schnittebene individuell nach dem Zustand der betroffenen Triebe bestimmt wird. Dadurch wird nicht nur die Vitalität der Bäume gestärkt, sondern auch das Windbruchrisiko verrin-gert. Aus Gründen des Artenschutzes und des Baumschutzes werden die Arbei-ten in der Winterzeit vorgenommen.

Ausgeführt werden die Arbeiten von einer Fachfirma aus Panker. Fachlich begleitet und unterstützt wird das Projekt von den Naturschutz- und Denkmalschutzbehörden des Kreises Plön, dem Landesamt für Denkmalpflege und von der Ortsgruppe Plön des Naturschutzbundes Deutschland.

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