Die Finanzministerin „in Bewegung“

Bild 1: v.l.n.r. Dorfvorsteher Hilbert Neumann (Gießelrade), Landwirt Volker Saathoff, Ministerin Heinold, Landwirt Henning Saathoff, Bürgermeister Andreas Zimmermann (Ahrensbök)
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Bild 1: v.l.n.r. Dorfvorsteher Hilbert Neumann (Gießelrade), Landwirt Volker Saathoff, Ministerin Heinold, Landwirt Henning Saathoff, Bürgermeister Andreas Zimmermann (Ahrensbök)

Monika Heinold auf Sommertour durch Schleswig-Holstein / In Ostholstein besuchte sie eine Heuherberge in Gießelrade und die DLRG in Scharbeutz

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09. August 2018, 11:30 Uhr

„Schleswig-Holstein in Bewegung“ hat Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) ihrer Sommertour als Motto gegeben. Stationen in Ostholstein waren diese Woche die DLRG in Scharbeutz und die Heuherberge an der Travequelle in Gießelrade.

Die unkonventionelle Übernachtungsform der Heuherberge hat die Ministerin selbst getestet. Beim Frühstück und der anschließenden Führung über die Bienenweide mit der Inhaberfamilie Saathoff informierte sie sich über Vertragsnaturschutz, eine Vereinbarung zum freiwilligen Naturschutz zwischen Landwirtschaft und Landesregierung.

„Mit dem Vertragsnaturschutz hat das Land ein wichtiges Instrument für den Naturschutz geschaffen: Hand in Hand mit den Landwirten arbeiten wir gemeinsam daran, die Tier- und Pflanzenwelt bei uns in Schleswig-Holstein wieder vielfältiger zu gestalten. Es ist ein toller Anblick, vor einer mehrere Hektar großen Bienenwiese zu stehen – wenngleich sich natürlich auch hier die Auswirkungen der Dürre beobachten lassen“, sagte Heinold.

Viele der Tier- und Pflanzenarten, die in den Roten Listen als bedroht eingestuft wurden, seien auf Agrar-Lebensräume angewiesen. Seit 1986 biete das Land deshalb den Landwirten Verträge mit fünfjähriger Laufzeit an, um auf freiwilliger Basis naturnähere Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten zu schaffen oder zu erhalten. Die Unterstützung werde als flächenbezogene Zahlung je Hektar Vertragsfläche gewährt und im fünfjährigen Verpflichtungszeitraum als jährlicher Zuschuss ausgezahlt.

Über das Vertragsnaturschutzprogramm wurde auf der Bienenwiese von Familie Saathoff in diesem Jahr auf drei Hektar Land eine Saatgutmischung mit diversen Blühpflanzen ausgesät. Weitere 1,5 Hektar wurden in Eigeninitiative ausgesät. Für den Ertragsausfall erhalte der Betrieb 750 Euro pro Hektar vom Land.

Gemeinsam mit dem Scharbeutzer Bürgermeister Volker Owerien informierte sich die Ministerin über die Arbeit der DLRG Haffkrug-Scharbeutz. „Die Ehrenamtlichen der DLRG ermöglichen Touristen und Anwohnern in den Sommermonaten ein sicheres Strandvergnügen – und das alles während ihrer Ferienzeit oder ihres Jahresurlaubs. Ich bin beeindruckt von so viel Engagement“, erklärte Heinold.

Die im Jahr 1913 gegründete Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft gehöre mittlerweile zu den größten Wasserrettungsorganisationen der Welt, erfuhr sie. Die DLRG Haffkrug-Scharbeutz bestehe seit 1994. Jeden Sommer bewachten mehr als 2000 Rettungsschwimmer aus ganz Deutschland die Strände an Nord- und Ostsee.

Und auch die restlichen Monate sei die DLRG in über 100 Ortsgruppen in Schleswig-Holstein präsent. Rund 32 000 aktive und fördernde Mitglieder engagierten sich in den DLRG-Gliederungen in Schleswig-Holstein.

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