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Die Eutiner Festspiele haben neue Eigentümer

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Wirtschaftsvereinigung verkauft ihre Anteile an die Cautus-GmbH und zwei Unternehmer

Die vor fünf Jahren gegründete Gesellschaft der Neuen Eutiner Festspiele bekommt neue Eigentümer: Einstimmig genehmigten Dienstagabend im Brauhaus 27 Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) den Verkauf aller Anteile an drei neue Gesellschafter: 52 Prozent übernimmt die Cautus GmbH, eine Gesellschaft des verstorbenen Kulturmäzens Eckart Ulbrich, der im Insolvenzverfahren die Opernscheune erworben hatte. Die anderen 48 Prozent übernehmen zu gleichen Teilen die Unternehmer Arend Knoop und Dr. Joachim Scheele, die bislang im Beirat der Festspiel-GmbH saßen. Knoop ist darüber hinaus technischer Direktor der Festspiele. Der Kaufvertrag soll morgen unterschrieben werden.

Der einstimmige Beschluss zum Verkauf fiel relativ schnell ohne große Diskussion. Per Köster von der Tourismus-GmbH stellte die Frage, ob bei dem Verkauf die Zukunft der Festspiele gesichert sei. „Absolute Sicherheit gibt es nie“, entgegnete WVE-Vorsitzender Klaus Hoth. Aber mit der Cautus-GmbH als Eigentümerin der Opernscheune und zwei ausgewiesenen Opern-Förderern als weiteren Anteilseignern spreche vieles für eine gute Zukunft.

Die von einem Notar begleiteten Verkaufsverhandlungen hätten ein Ergebnis gebracht, von dem er nicht mal geträumt hätte, sagte Thomas Menke, der die Verhandlungen geführt hat. Von knapp 35  000 Euro Eigenkapital der Festspiele werde der WVE die Hälfte ausgezahlt. Zugleich werde die WVE von allen weiteren Verpflichtungen entbunden: „Da kann dann für die WVE nichts mehr passieren, wenn zum Beispiel noch Forderungen von Finanzamt oder für Sozialabgaben gestellt werden sollten.“

„Vor fünf Jahren haben uns viele für verrückt gehalten“, konstatierte Hoth, aber die Rettung der Festspiele auch als Attraktion des Binnenlandes gegen die Angebote der Küste sei dank eines sehr großen Einsatzes vieler Mitglieder geglückt. Diese Aufgabe sei aber auch kräftezehrend gewesen. Die WVE werde die Oper weiter unterstützen, versprach Hoth, sie könne sich aber jetzt wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren.

Vorstandsmitglied Hans-Wilhelm Hagen erinnerte an die Unterstützung aus der US-Partnerstadt Lawrence bei der Rettung der Festspiele, was ein besondertes Flair in die Stadt gebracht habe. Im Rückblick sei 2013 das beste Jahr gewesen. Aber die Einspielerlöse hätten nicht gereicht, die bevorstehenden Aufgaben und Investitionen – darunter Arbeiten an der Zuschauertribüne – zu leisten. Mit den neuen Eigentümern gebe es eine Entwicklung, die sehr zu begrüßen sei.

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erstellt am 26.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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