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Ostholsteiner Anzeiger

15. Dezember 2017 | 05:48 Uhr

Dialog über Kindergarten

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Pastor Gradert tritt falschem Eindruck entgegen

von
erstellt am 14.Sep.2015 | 12:02 Uhr

Ein falscher Eindruck wurde nach Überzeugung von Pastor Ulrich Gradert mit dem Bericht des OHA über die Vertragskündigung für den Kindergarten in Bösdorf geweckt (OHA vom 9. September): In dem Artikel werde die Trennung von Kirchengemeinde und politischer Gemeinde beim Betrieb des Kindergartens als Tatsache dargestellt, sagte der 1. Vorsitzende des Kirchengemeinderates im Gespräch mit dem OHA. Tatsächlich suchten beide Seiten in einem Dialog nach einer künftigen Vertragsbasis. „Die vorausgegangene Kündigung dient, wie bei solchen Verfahren üblich, einer gewissen Dynamik. Auch die Eltern der Kindergartenkinder und die Erzieherinnen sind in diesem Kenntnisstand.“

Sicher ist, wie Gradert weiter sagte, eine Trennung nicht unmöglich, aber in Wahrheit sei sie alles andere als wahrscheinlich. Durch den Bericht seien Mitarbeiterinnen und viele Eltern verunsichert, fürchteten um die Kontinuität in dem qualitätsgeprüften Kindergarten.

Die in dem Bericht genannten Gesamtbetriebskosten wichen von der Wirklichkeit ab. Statt 370  000 Euro seien es 292  000 Euro. Außerdem solle die Gemeinde keine „Nachzahlung“ von 10  000 Euro leisten: diese Summe gehört zu den regulären Kosten, sei also Teil der Gesamtbetriebskosten.

Ulrich Gradert weist außerdem den in der Meldung produzierten Eindruck zurück, dass die Kirchengemeinde „abgewatscht“ werde, weil sie für überhöhte Betriebskosten verantwortlich sei und auch noch Nachzahlungen von der Gemeinde fordere. Das sei nachweislich falsch.

Der SPD-Gemeindevertreter Engelbert Unterhalt hatte ebenfalls betont, dass eine Entscheidung über eine Trennung von Gemeinde und Kirche trotz Vertragskündigung noch gar nicht getroffen sei (OHA vom 12. September). Er denke aber, dass die Gemeindevertretung das Ergebnis einer Elternbefragung während einer Informationsveranstaltung ernst nehme und auch weiter die Trägerschaft der evangelischen Kirche behalten wolle. „Immerhin sprachen sich weit über 90 Prozent der befragten Eltern dafür aus.“

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