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Diagnose Krebs: Wie Storm und Schlingensief reagierten

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Diagnose annehmen“ hieß der Titel des jüngsten Eutiner Hospizgespräches, mit dem vergangene Woche das Jahresprogramm der Hospizinitiative Eutin in der gut besuchten Kreisbibliothek startete. Dr. med. Nicola Pfeil (Foto), Oberärztin in der Onkologischen Tagesklinik der Sana-Klinik Eutin, schilderte lebendig und sehr nachvollziehbar, was unter dem Titel verstanden werden sollte. Dabei bezog sich die Onkologin und Palliativmedizinerin auf viele bekannte Persönlichkeiten, die mit der Diagnose einer schweren Krankheit konfrontiert worden waren. Als Beispiele erwähnte sie das Gedicht „Beginn des Endes“ von Theodor Storm, der 1888 an Magenkrebs starb, verschiedene Aussagen von Christoph Schlingensief, dem Aktionskünstler und Dramatiker (1960-2010), der Lungenkrebs hatte und dies öffentlich machte, Ruth Picardie (1964-1997) mit ihrem Buch „Es wird mir fehlen, das Leben“, die Sängerin Anastacia (Brustkrebs 2003 und 2013) und die Schauspielerin Barbara Rudnik (1958-2009). Weiter stellte sie die Sterbephasen von Elisabeth Kübler-Ross ebenso wie die fünf Säulen der Identität nach H. Petzold vor und beschrieb ausführlich die verschiedenen Krankheitsphasen und Möglichkeiten der Krankheitsverarbeitung unter dem Gesichtspunkt einer Auseinandersetzung mit der Diagnose einer schwerwiegenden oder unheilbaren Erkrankung.

70 Teilnehmer folgten den Ausführungen und trugen zu einer regen Diskussion bei. Die Veranstaltungsreihe wird Donnerstag, 19. März, mit dem Thema: „Selbstfürsorge“ fortgesetzt. Als Referentin kommt Donata Oerke, Diplom-Pädagogin und Coach.

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erstellt am 23.Feb.2015 | 11:27 Uhr

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