Busverkehr im Kreisnorden : Devise: Keine Experimente

Der Kreis zieht die Lehren aus dem Wirrwarr, den im Herbst ihre Ausschreibung des Busverkehrs auslöste, die vor allem auf ein neu arrangiertes Fahrangebot zielte.

shz.de von
17. Februar 2011, 12:04 Uhr

eutin | Die Kreisverwaltung zieht die Lehren aus dem monatelangem Wirrwarr, den im Herbst 2010 ihre Ausschreibung des Busverkehrs im mittleren Ostholstein auslöste, die vor allem auf ein neu arrangiertes Fahrangebot zielte. Den Auftrag für den Busverkehr im Kreisnorden soll jetzt das Unternehmen erhalten, das die wirtschaftlichste Offerte auf Grundlage der dort bestehenden Fahrpläne vorlegt.

Die Marschroute, auf Experimente zu verzichten und die Angebote vor allem am Preis zu messen, traf bei den Kreistagsabgeordneten im Ausschuss für Planung und Verkehr auf große Zustimmung. Dabei schwang hörbar auch der Wunsch mit, zwischen Lensahn und Fehmarn eine Verunsicherung der Fahrgäste durch neue Linienführungen zu vermeiden.

Zudem spielt auch der Zeitfaktor eine Rolle für das Festhalten an alten Strukturen bei der Ausschreibung: Weil die Kreisverwaltung monatelang mit Hunderten von Beschwerden und der daraus folgenden Neuaufstellung der Fahrpläne für den Bereich um Eutin und Neustadt vollauf beschäftigt war, unterblieb die Vorbereitung der Ausschreibung für die Buslinien im Kreisnorden. Die Konzession der Au to kraft dafür läuft im Mai aus; da bis dahin kein neues Vergabeverfahren möglich erscheint, hat die Kreisverwaltung mit dem Unternehmen vereinbart, dass es noch bis zum regulären Fahrplanwechsel im Dezember nach den alten Bedingungen weitermacht. "Hierfür werden voraussichtlich zusätzliche Ausgleichszahlungen an die Autokraft erforderlich sein ", räumte Kreisbaudezernent Bernd Straßburger ein.

Das neue Vergabeverfahren für den Buslinienverkehr nördlich der Linie Neustadt - Wangels soll Ende Februar europaweit ausgeschrieben werden. Geplant ist, dass im Falle der Auftragsvergabe an ein neues Unternehmen den bisher bei der Autokraft beschäftigten Busfahrern ein Betriebsübergang ermöglicht wird. Die neue Konzession soll acht Jahre gültig sein.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen