zur Navigation springen

Insolventes Traumschiff : „Deutschland“ wird nicht versteigert

vom

Die Gläubiger bleiben im Unklaren. Wie viel Geld sie zurückbekommen, hängt davon ab, ob das Schiff verkauft werden kann.

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2015 | 15:58 Uhr

Eutin/Neustadt | Der Insolvenzverwalter des Kreuzfahrtschiffes „Deutschland“ hat bislang mit 30 Kaufinteressenten verhandelt. Das gab Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber am Freitag auf einer Gläubigerversammlung bekannt. Da noch weitere Gespräche mit potenziellen Investoren liefen, sei eine Versteigerung des ehemaligen ZDF-„Traumschiffs“ derzeit nicht geplant, sagte er.

Ein Kredit soll die Finanzierung der laufenden Kosten für die nächsten Monate sichern. Die „Deutschland“ liegt seit Monaten vor Gibraltar vor Anker. Auf dem Schiff und der ebenfalls insolventen Reederei Deilmann lasten Schulden von mehr als 60 Millionen Euro. Am 1. Januar war für beide das Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Eutin eröffnet worden.

Auf der Versammlung berichtete Schmid-Sperber, dass Regressansprüche gegen ehemalige Führungskräfte der „Deutschland“-Beteiligungsgesellschaft sowie gegen deren frühere Eigentümer geprüft würden. Ergebnisse stünden aber noch aus, sagte er. Wie viel von ihrem Geld die rund 1500 Anleihegläubiger wiedersehen werden, ist nach Angaben Schmid-Sperbers noch unklar. Der Erlös des Schiffsverkaufs werde vermutlich nicht ausreichen, um alle Forderungen zu bedienen, sagte er.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen