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Deutsch im Alltag: Ein Besuch im Eutiner Schloss

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

„Was sind Herzöge und Bischöfe?“, wollten die Flüchtlinge wissen, die innerhalb eines VHS-Deutsch-Kurses gestern das Eutiner Schloss besichtigten. Der Kursus, finanziert vom Bundesamt für Migration, geht noch bis Mai. „Es geht um das Lernen der deutschen Sprache und Kultur. Im Gegensatz zu dem Starterkursus haben wir 300 Stunden mit den Flüchtlingen zur Verfügung“, sagt Veronika Hellwig, eine von zwei Kursusleiterinnen. Das Besondere: „Sie sind alle sehr wissbegierig, sehr interessiert und sehr höflich. Und das trotz des großen Leids, das sie erlebt haben und der Sorgen, die sie sich um ihre Familien machen.“ Für viele sei der tägliche Unterricht auch die einzige Chance, einmal rauszukommen, sich abzulenken und auch einmal wieder zu lachen. „Wir versuchen das sehr humorvoll zu gestalten“, sagt Hellwig. Wie dankbar sie sind, in Eutin angekommen zu sein, bringen einige junge Frauen und Männer direkt zum Ausdruck. „Ich wäre sehr glücklich, wenn ich hier bleiben könnte. Unsere Nachbarn sind so nett zu uns“, sagt eine 30-jährige Syrerin, die in Fissau lebt. Ein 20-Jähriger sagt: „Ich konnte mein Studium der englischen Literaturwissenschaften nicht beenden und würde es so gern fertig machen, doch bis zur Anerkennung des Bleiberechts sind mir die Hände gebunden.“

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erstellt am 16.Dez.2015 | 00:33 Uhr

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