Hutzfeld : Der Zirkus schult fürs ganze Leben

Mit einem großen Aufmarsch begrüßten die Artisten die Gäste.
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Mit einem großen Aufmarsch begrüßten die Artisten die Gäste.

Die Klasse 4a an der Heinrich-Harms-Schule in Hutzfeld probte ein halbes Jahr für den Auftritt mit Clowns, Akrobaten und Jongleuren.

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24. Januar 2011, 11:25 Uhr

Hutzfeld | Erst der tosende Applaus ließ am Freitag die Nachwuchsartisten der Klasse 4a der Heinrich-Harms-Schule entspannen. Bis dahin hatten die 18 Schüler vor und hinter den Kulissen alle Hände voll zu tun. Denn jeder der Hutzfelder Schüler hatte mehrere Rollen in den 16 Darbietungen übernommen.

Zwei Vorstellungen gaben die kleinen Künstler. Am Vormittag traten sie vor den Grundschülern auf, und nachmittags gehörten Eltern und Familienangehörige zu den begeisterten Zirkusbesuchern in der Sporthalle.

Die "Zirkus-Direktoren" Denise Boll und Jurim Talewski führten durch das Programm mit Jongleuren, Clowns, wilden Tieren, Zauberern und Akrobaten. Den größten Applaus aber erhielt Corvin Otte, der als Mann hinter der Bühne für die Requisiten in der Arena sorgte.

Ein halbes Jahr hatten die Schüler das rund einstündige Programm einstudiert und mit kreativen Ideen verfeinert. In dieser Zeit standen jede Woche zwei zusätzliche Stunden auf dem Unterrichtsplan.

Das Zirkus-Projekt war keine Premiere an der Schule: "So etwas gab es schon einmal vor vier Jahren hier bei uns", weiß Klassenlehrerin Meike Collin. Die Schulsozialarbeiterin Iris Langbehn gab den Anstoß für die Neuauflage.

Die pädagogischen Überlegungen dafür sind einsichtig: Bei dem Projekt soll jeder persönlich und direkt etwas für das weitere Leben lernen. Das Miteinander, die gegenseitige Rücksichtnahme und Vertrauensbildung, gewaltfreies Kommunizieren und auch die Erfahrung, wie mit Mißerfolgen und Kritik umzugehen ist, das sind die maßgeblichen Lernziele. Das Erproben der verschiedenen Rollen und Choreografien förderte zudem die Konzentration. Die Aufführung sei der krönende Abschluss und verschaffe den Kindern Erfolgserlebnisse, so der Plan.

"Das macht ganz viel Spaß. Aber einen klitzekleinen Nachteil gibt es: der kurze Auftritt und die lange Warterei", meinte der zehnjährige Tom Süfke. Im kommenden halben Jahr studiert die Klasse 4b ein eigenes Zirkus-Programm ein. Und die folgende vierten Klassen können sich auf das spielerische Lernen im Zirkusrund freuen.

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