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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 17:46 Uhr

Der „Wohnpark am Blücher“ wächst

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

WOGE feiert Richtfest mit 200 Gästen an der Gerhardstraße / Auch beim Neubau an der Adalbertstraße wurde eine Etappe vollendet

von
erstellt am 21.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Für Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner (SPD) haben die beiden Bauvorhaben Modellcharakter für die Bemühungen des Landes, bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen. Sowohl beim „Wohnpark am Blücher“ (Gerhardstraße/Gefionstraße) als auch beim Neubau an der Adalbertstraße wurde gestern in Kiel im Beisein des Innenministers Richtfest gefeiert. Die Neubauten passten nach Ansicht Breitners auch zu den Zielen Kiels, als wachsende Stadt gleichermaßen für Familien wie für alte Menschen als Wohnstandort attraktiv zu sein.

Für den Wohnpark war es bereits das zweite Richtfest. Im November 2012 war die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts gefeiert, die Wohnblocks mittlerweile allesamt bezogen worden. Das Bauvorhaben der Wohnungs-Genossenschaft Kiel eG (WOGE) soll im Mai/Juni 2014 komplett abgeschlossen sein. Dann gibt es im „Wohnpark am Blücher“ insgesamt 86 Wohnungen. Die Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen haben eine Größe von 50 bis 115 Quadratmetern und sind weitgehend barrierearm, einige sogar barrierefrei. Sven Auen vom WOGE-Vorstand begrüßte rund 200 Gäste, die sich größtenteils auf dem Areal zwischen den Häusern zusammengefunden hatten. Dort wird im letzten Bauabschnitt eine Tiefgarage mit 71 Stellplätzen entstehen, darüber eine parkähnliche Anlage mit Sitzgelegenheiten. Dachgärten krönen die Gebäude. Die Wohnungen sind laut Auen bereits fast alle vergeben. Insgesamt seien rund 700 Bewerbungen bei der WOGE eingegangen. Bei der Belegung der Wohnungen sei großen Wert auf „eine gute soziale Durchmischung“ gelegt worden.

Das Gesamtprojekt kostet 13,7 Millionen Euro, das Land stellt für 40 Wohnungen 3,9 Millionen Euro aus Mitteln der Wohnraumförderung zur Verfügung. Die Nettokaltmieten für diese Wohnungen betragen 5,25 Euro pro Quadratmeter monatlich, in den frei finanzierten Wohnungen sind es im Schnitt etwa acht Euro. Zum Vergleich: Insgesamt liegt dem Kieler Mietspiegel 2012 zufolge für eine frei finanzierte Wohnung im gesamten Stadtgebiet die durchschnittliche Nettokaltmiete bei 5,55 Euro. Sowohl Breitner als auch Kiels Stadtkämmerer Wolfgang Röttgers lobten das Bauvorhaben als „Aufwertung“ beziehungsweise „großen Gewinn“ für das gesamte Wohnquartier rund um den Blücherplatz.

In der Adalbertstraße entstehen 69 Wohneinheiten. Davon werden der Gemeinschaftsraum und 43 Wohnungen mit Mitteln der Wohnraumförderung des Landes in Höhe von 2,7 Millionen Euro gefördert. 25 Wohnungen sind altengerecht und barrierefrei ausgestattet. Angeboten wird die Möglichkeit, Betreuungsleistungen durch die Diakonie Alt-Holstein zu vereinbaren. Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben des Rendsburger Bauherrn Michael Demandt betragen 7,1 Millionen Euro. „Das Projekt gibt ein Vorbild für gelebte Inklusion“, erklärte Breitner.

Von 2011 bis 2014 stellt das Land für die soziale Wohnraumförderung insgesamt 360 Millionen Euro zur Verfügung. Ein Drittel davon erhalten die kreisfreien Städte als so genannte Kommunale Förderbudgets, auf die Landeshauptstadt Kiel entfallen davon 35 Millionen Euro.

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