Der tragische Tod der Violetta

Große Gefühle, große Musik: Verdis Oper feiert morgen Premiere

shz.de von
18. Juli 2018, 12:21 Uhr

Liebe, Entbehrung und Zerissenheit – Violetta (Hale Soner), die Kameliendame in Verdis „La Traviata“, erlebt all diese Gefühle im Wechsel – sichtlich gezeichnet von ihrer tödlichen Krankheit.

Aus der Eutiner Freilichtbühne wird unter der Regie von Dominique Caron Paris in den 1830er Jahren. Für die passende Musik sorgt Dirigent Leo Siberski mit „Kaphil“: Verschwenderisches Vergnügen bei rauschendem Feste wechseln nach dem Kennenlernen Alfredos (Carlos Moreno Pelizari) mit glücklicher Zweisamkeit auf dem Land. Immer mit dabei ist ihre Vertraute und loyale Dienerin Annina (Eva Schneidereit). Alfredo Germont und Violetta Valéry tänzeln frisch verliebt um Staffelei und Gemälde. Doch die Verliebtheit schwindet aus ihrem Gesicht, als Alfredos Vater, Giorgio Germont (Manos Kia), plötzlich zu Besuch kommt und Violetta drängt, seinen Sohn zu verlassen – der Familienehre wegen. Denn als einstige Kurtisane haftet an ihr ein Ruf, der die Hochzeit von Alfredos Schwester gefährde. Violetta singt von unermesslichen, bis dato nicht gekannten Gefühlen in ihrem Herzen – und ist doch bereit, einzuwilligen. Ihr Leid jedoch sei so groß, dass sie lieber sterben wolle, als ohne Alfredo zu leben. Ihm schreibt sie „nur“ einen Brief, dass sie in ihr Pariser Leben zurückwolle, um ihn ohne schlechtes Gewissen freizugeben – wohlwissend, dass ihre Tage gezählt sind.

Alfredo fühlt sich zurückgesetzt als enttäuschter Liebhaber von vielen – schüttet das beim Kartenspiel gewonnene Geld als „Entlohnung für die Liebesdienste“ über ihr aus. Kurz vor ihrem Tod finden beide noch einmal zusammen, Alfredo erfährt die Wahrheit, sie blüht vor ihrem letzten Atemzug beglückt von wahrer Liebe noch einmal auf, schenkt ihm ein Medaillon mit ihrem Antlitz, das er seiner künftigen Frau um den Hals hängen soll, um dann tot in Alfredos Arme zu sinken.


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