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Ostholsteiner Anzeiger

14. Dezember 2017 | 02:05 Uhr

Kreis Plön : Der Schulrat geht nach vier Jahren

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Der 57-jährige Jürgen Hübner verlässt den Kreis Plön und wird neuer Schulrat im Kreis Segeberg.

Das Bildungsministerium ist im Kreis Plön auf der Suche nach einem neuen Schulrat. Amtsinhaber Jürgen Hübner wird den Kreis Plön vermutlich schon zum Jahreswechsel verlassen und als Schulrat im Kreis Segeberg tägig. Seine dortige Vorgängerin, Marianne Böttcher, geht in den Ruhestand. Gemeinsam mit Schulrätin Adelia Schuldt wird Jürgen Hübner im Kreis Segeberg als Schulrat arbeiten. Für die Nachfolge des 57-Jährigen im Kreis Plön läuft derzeit das Auswahlverfahren. Es soll reichlich Bewerber geben.

Nur vier Jahre war Jürgen Hübner Schulrat im Kreis Plön. Der in Lauenburg an der Elbe Ansässige wird von seiner neuen Dienststelle in Bad Segeberg aus einen kürzeren Heimweg haben. Hübner studierte Deutsch und Geschichte und trat 1987 in den Schuldienst ein. Zehn Jahre war er Schulleiter in Geesthacht und ein Jahr ins Schulamt des Herzogtums Lauenburg abgeordnet bevor Jürgen Hübner Schulrat im Kreis Plön wurde. „Ich habe hier ein fachlich und menschlich tolles Team, das mich sehr unterstützt hat“, bedauert Hübner irgendwie doch seinen Weggang.

Die Anpassung der Schulstrukturen an die Bedürfnisse sieht Hübner hier und da als eine wesentliche Aufgabe an. Durch den demografischen Wandel könnten im Kreis Plön viele kleine Schulstandorte nicht mehr gehalten werden. Hübner: „Daraus resultierten schmerzliche Einschnitte. Am Ende geht es um qualitative Verbesserungen.“ Doch im Kreis Plön sei das Thema mit Ruhe gelöst worden.

Schulrat Hübner geht davon aus, dass es im Kreis Plön noch weitere Schulschließungen geben wird. Das aber sei am Ende eine politische Entscheidung. Eine besondere Situation sei die Grundschule in Dannau. Bei einer Schließung müssten gerade die Grundschüler dort weite Weg zur Schule auf sich nehmen. Die seien ihnen nicht zuzumuten. In Preetz werde demnächst die Wilhelminen-Grund- und Regionalschule mit der örtlichen Gemeinschaftsschule organisatorisch verbunden.

Am Ende der Reformen steht eine qualitative Verbesserung des Unterrichts. Hübner: „In der Sekundarstufe werden mehr Schüler bessere Abschlüsse schaffen.“ Er stehe dafür, die Schulen zu befähigen, einen Unterricht anzubieten, der langfristig die Qualität sichert.

In der Zukunft steht für Schulrat Jürgen Hübner die Professionalisierung der Schulleitungen ganz oben an: „Damit werden wir die Eigenständigkeit der Schulen voranbringen.“ Aber auch Wege des gemeinsamen Lernens müssten gegangen werden. Wichtig sei eine Verankerung des inklusiven Lernens für einen gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung aber auch Lehrer, die alle Schüler der Sekundarstufe I unterrichten könnten.

Schulrat Jürgen Hübner fragt sich, ob wirklich alle Schüler zum Abitur geführt werden müssen: „Besser ist es, dass zunächst einmal alle ausbildungsfähig gemacht werden.“ Insgesamt habe der Kreis Plön sehr gute Bildungsvoraussetzungen. Ein Nachteil sei allerdings immer die Situation der Schülerbeförderung. Die Inklusion – Menschen in ihrer Individualität zu schulen – sei eine große Aufgabe, die im Kreis Plön auf einem guten Weg sei.

Jürgen Hübner steht im Kreis Plön für eine Reduzierung des Stundenausfalls an den Schulen. Im Kreis Plön steht die Gründung eines Pools mit zunächst zwei Lehrern an, die Fehlzeiten an den Schulen in akuten Lagen auffangen können.

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