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Zukunft der Hutzfeler Schule : Der Schulausschuss empfiehlt die Fusion

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Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Etwa 150 Eltern, Lehrer und Schüler machten Mittwoch Abend in Malente ihrem Unmut über das Vorhaben Luft – Ausschuss lehnte einen Bürgerentscheid ab

Gegen die Stimmen von Thomas Paprotta (Grüne) und Harry Lohrke (FWM) sprach sich der Malenter Schulausschuss Mittwoch Abend für eine organisatorische Verbindung der Malenter Schule an den Auewiesen und der Hutzfelder Heinrich-Harms-Schule aus. Das letzte Wort aus Malenter Sicht hat allerdings die Gemeindevertretung.

Der Beschlussempfehlung für die Gemeindevertretung ging eine lebhafte Fragestunde und Diskussion voraus. Etwa 150 Eltern, Lehrer und Schüler waren in die Liegehalle im Kurpark gekommen, um ihrem Ärger über eine bevorstehende Fusion Luft zu machen.

Besonders vehement traten dabei die Gemeindevertreterin Dagmar Nöh-Schüren und das Ausschussmitglied Thomas Paprotta (beide Grüne) auf. Sie forderten in einem Antrag die Einleitung eines Bürgerentscheids, fanden aber keine Mehrheit. So kündigten sie schon jetzt die Einleitung eines Bürgerbegehrens an, wie es die Ma-lenter bereits in der Abstimmung um den Lenter Platz oder die Übertragung des Klärwerkes erlebt haben.

Bevor es in die eigentliche Diskussion ging, bewältigten die Grünen noch formale Probleme mit der Verwaltung und einem geplagten Bürgermeister Michael Koch. Neue Argumente gab es in der sich anschießenden Diskussion indes nicht. Heidrun Müschen, Personalratsvorsitzende an der Schule an den Auewiesen, sah die Zukunft ihrer Schule bis 2030 gesichert. Malente brauche die Schulfusion nicht.

Die Schule brauche zudem einen Schulleiter, auf den sie sich verlassen könne – und keinen der zwischen Hutzfeld, Malente und Kiel hin- und herpendele. Dabei gebe es durchaus auch andere Alternativen für Hutzfeld: „Malente ist nicht der Retter der Welt - auch Plön ist für Hutzfeld eine Alternative.“ Lehrer und Eltern wollten in Malente das erhalten, was sie gemeinsam erarbeitet hätten. Sie fürchteten Nachteile von zu haben, der Gemeinde Bosau zu helfen.

Bürgermeister Michael Koch empfahl die Fusion, weil er Sorgen um die Zukunft der Schule an den Auewiesen hat. Er wolle eine Perspektive für die nächsten zehn Jahre haben. So könne auch die Gemeinde Malente nicht davon ausgehen, dass sie immer selbständig bleibe.

Keinen Zwang zur Fusion sieht Dagmar Nöh-Schüren (Grüne). Sie empfahl, den Schulstandort Hutzfeld aufzulösen, die Schüler von dort in Malente aufzunehmen und dafür das Schulgeld zu kassieren: „Jetzt wird die Schule herunter gewirtschaftet.“

Hans-Werner Salomon (CDU) bekräftigte, mit der Fusion beide Schulstandorte in Hutzfeld und Malente langfristig zu sichern. Einen Schülertourismus werde es nicht geben. Dass Lehrer zwischen verschiedenen Schulstandorten pendelten sei heute nichts Außergewöhnliches mehr.

Angelika Blenski (CDU) konnte die Sorgen und Nöte der Beteiligten verstehen. Sie bekräftigte, dass die Gemeindevertreter um das Wohl der Gemeinde Malente bemüht seien. Das neue Schulgesetz sei eine Katastrophe für Hutzfeld. Es würden noch mehr Fusionen eingegangen werden müssen. Heute Abend tagt der Bosauer Schulausschuss in Hutzfeld.


 

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erstellt am 29.Aug.2013 | 00:33 Uhr

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