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Eutiner Schloss : „Der richtige Weg in die Zukunft“

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Stiftung Schloss Eutin gibt in der Schlosskirche das Startzeichen für ihr neues Betriebskonzept / Festredner betonen Miteinander in Eutin

von
erstellt am 17.Apr.2014 | 11:13 Uhr

Das Schloss soll durch ein frisches Betriebskonzept, das kulturelle Entdeckerlust mit Genussfreuden verbindet, ein Publikumsmagnet über die Landesgrenzen hinaus werden. Dieses Ziel betonten am Gründonnerstag bei einem Festakt in der Schlosskirche die Vorstände der Stiftung Schloss Eutin, Christian Herzog von Oldenburg und Staatssekretär Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer.

„Nur ein intensives Miteinander von Stadt, Festspielen und Schloss-Stiftung kann die Marke Eutin weiter voranbringen“, markierte von Oldenburg den „richtigen Weg in die Zukunft“. Seine Familie sei sich dauerhaft der Aufgabe bewusst, „dass wir dieses Schloss mit seiner reichen Geschichte für die Zukunft erhalten müssen“. Man habe jedoch 2006 beim Abschluss der Totalsanierung „nicht realisiert, das wir uns stetig der neuen Zeit anpassen müssen.“ Diese Aufgabe solle jetzt die Umstrukturierung der Stiftung erfüllen: „Wir wollen die Ansprüche der Besucher flexibel erfüllen können.“ Das Motto dafür: „Jeder Schleswig-Holsteiner soll dieses Schloss als sein Haus ansehen.“

Staatssekretär Schmidt-Elsaeßer bekräftigte die starke Aussagekraft des Eutiner Schlosses für die Vermittlung historischer Entwicklungen. Daher werde die Landesregierung weiterhin das Ihre tun, die Besucherzahlen kräftig zu steigern: „Wir wollen hier noch viel machen.“ Dazu gehöre auch die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Beteiligung an der Landesgartenschau.

Ausdrücklich bedankte sich Schmidt-Elsaeßer beim Kreis Ostholstein für die zügige Bearbeitung der Anträge für die Umbauten im Schloss: „Wir brauchten Genehmigungen über Genehmigungen“, staunte der Staatssekretär aus dem Kultusministerium. Nach OHA-Informationen hat die Baubehörde der Stiftung allerdings auch zahlreiche Auflagen erteilt, damit die Anforderungen an Barrierefreiheit, Brandschutz und Denkmalpflege eingehalten werden.

Landrat Reinhard Sager stellte der Stiftung die weitere Unterstützung des Kreises in Aussicht. Er sei von dem neuen Konzept fürs Schloss überzeugt, zumal der Kreis mit der publikumsorientierten Ausrichtung seines Ostholstein-Museums Erfolg habe. Mit den Kultureinrichtungen rund ums Schloss sei Eutin reich beschenkt; allerdings „sollte die Stadt diese Geschenke nun annehmen und kulturtouristisch besser vermarkten“, wünschte sich Sager ohne Umschweife.

Bürgermeister Klaus Dieter Schulz parierte den Seitenhieb mit dem Hinweis auf die feste finanzielle Unterfütterung der Kulturangebote am Schloss durch die Stadt. Zur Gemeinsamkeit sei die Stadt natürlich bereit. Schulz sprach dem Vorstand der Stiftung zugleich Anerkennung für den Mut aus, so „schnell und offen“ ein neues Nutzungskonzept angepackt zu haben: „Es wird mit sehr viel Erfolg gekrönt werden.“

Die Festreden wurden umrahmt von einer Andacht, die der ehemalige Eutiner Propst Dr. Horst Dreyer gestaltete. Der 85-jährige Geistliche, der Familie von Oldenburg eng verbunden, beschwor vor allem die dem Schloss innewohnende Strahlkraft der „Geschichte, Kultur, der Lebenskunst“.

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