Der Raum der Registrierung

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11. Dezember 2014, 17:50 Uhr

Schon mal „erkennungsdienstlich behandelt“ worden, wie es im Polizeideutsch so schön heißt? Wer in Raum 147 der Polizeizentralstation geführt wird, kommt da so schnell nicht wieder raus. Denn so eine „Behandlung“ kann schon mal 45 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Früher dauerte es länger, Fingerabdrücke zu nehmen als zu fotografieren, heute sei es umgekehrt, da die Bilder inzwischen wesentlich höhere Qualitätsanforderungen erfüllten, sagt Polizist Wolfram Reuter.

Mützen- oder Brillenträger sind von allen Seiten im Profil und Ganzkörper zu fotografieren – jeweils mit markanten Kleidungsstücken und ohne. Tätowierungen und Piercings werden gar einzeln abgelichtet. Für Fingerabdrücke gibt es eine eigens dafür produzierte schwarze Paste, zeigt Oberkommissar Wolfram Reuter (Foto). Details (einzelne Finger) sind ebenso wichtig wie das große Ganze (Handflächen). Doch nicht jeder bleibe im System gespeichert, sagt Reuter. Die rechtlichen Grundlagen seien da verschieden.

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