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Ostholsteiner Anzeiger

20. August 2017 | 08:31 Uhr

Der Plöner Rat stellt Paustian Ultimatum

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Alle Fraktionen der Ratsversammlung stellen gemeinsamen Forderungskatalog

Der Graben zwischen der Ratsversammlung und Bürgermeister Jens Paustian wird immer tiefer. Als disziplinarischer Vorgesetzter hat CDU-Ratsherr Oliver Hagen den Bürgermeister im Namen aller Fraktionen vor der Ratsversammlung „ins Gebet genommen“ und Lösungsvorschläge für die Probleme in der Verwaltung gefordert, die das Gemeindeprüfungsamt des Kreises aufgezeigt hatte. Das für Paustian bis zum 31. Dezember gestellte Ultimatum ist dabei extrem eng.

„Im Ergebnis ist es dem Gemeindeprüfungsamt im Rahmen dieser Ordnungsprüfung nicht möglich, Aussagen über die aktuelle Finanzsituation der Stadt Plön zu treffen“, heißt es drastisch in dem
134 Seiten umfassenden Prüfbericht. Und weiter: Die Qualität der Aufgabenerfüllung bleibe nicht zuletzt aufgrund langer Entscheidungswege deutlich „hinter dem Bedarf des Erforderlichen“.
 „Aufgrund dieses Prüfberichtes müssen viele Veränderungen vorgenommen werden“, sagte Oliver Hagen. Er stellte einen von allen Fraktionen der Ratsversammlung unterschriebenen, 16 Punkte umfassenden Forderungskatalog auf.

Unter anderem fordert damit die Ratsversammlung Maßnahmen zum Abbau von Überstunden in der Stadtverwaltung, die Festlegung klarer Zuständigkeiten, klare Dienstanweisungen sowie Konzepte zur Einsparung von Personal oder zum Verkauf von Immobilien: Schlossgarage, Gartenstraße 9 bis 11 und Krabbe 17.

Bürgermeister Jens Paustian blieb demonstrativ gelassen: „Wo Menschen arbeiten, da werden Fehler gemacht.“ Viele der geforderten Maßnahmen seien nicht von heute auf morgen möglich. Dabei seien bereits viele Themen abgearbeitet. Paustian: „Und bei der Konsolidierung des Haushaltes sind alle gefragt.“ Personalratschef Bruno Brillert kritisierte: „Das ist wieder typisch deutsch: es werden immer nur die Fehler genannt, aber keiner sagt, wie gut wir sind.“ Seite 7

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erstellt am 12.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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