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Ostholsteiner Anzeiger

12. Dezember 2017 | 17:08 Uhr

Der neue Gigant des Hansa-Parks

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Der Schwur des Kärnan“ soll noch in diesem Jahr fertig werden

shz.de von
erstellt am 20.Mär.2015 | 16:52 Uhr

Größer, schneller, weiter: „Der Schwur des Kärnan“, wie die neueste Attraktion des Hansa-Parks heißt, soll noch in dieser Saison eröffnet werden. Beim gestrigen Baustellenrundgang – der einer kleinen Fangemeinde und der Presse vorbehalten blieb – war sie zu spüren: Die kindliche Faszination des Spiels in erwachsenen Menschen. Mit leuchtenden Augen erzählte Parkinhaber Andreas Leicht die Geschichte des neuen Hyper-Coasters, wie Fachleute zu dieser Art Achterbahn sagen.

„Kärnan ist das berühmteste Bauwerk aus der Hansezeit, das von Schweden und Dänemark umkämpft und nicht besiegt werden konnte“, sagt Leicht. Gemeinsam mit seiner Frau war er vor Ort in Helsingborg (Schweden) und schaute sich den historisch unkaputtbaren Turm mit rund 35 Metern an. Leicht: „Wir planen eigentlich schon seit 2009 an dieser Idee.“ Zusammen mit Experten für Achterbahnen, Statiker und Architekten wurde getüftelt. „Jede Kraft, die während so einer Fahrt wirkt, wird für jeden einzelnen Sitzplatz berechnet“, erklärt Andreas Leicht. „Es ist das bisher größte Projekt in der Geschichte des Hansa-Parks.“ Über die Kosten schweigt Leicht – nur so viel: „ein zweistelliger Millionenbetrag“.

„Kärnan“ erfüllt nicht nur für den Hansa-Park Superlative: Mit dem 79 Meter
hohen Turm ist er der dritthöchste Hyper-Coaster Europas; mit 67 Metern hat Kärnan den zweithöchsten Absturz und mit 1235 Metern Länge über einen großen Teil des Areals ist er auf keinen Fall der kürzeste Hyper-Coaster. Für Statiker und Architekten ist das eine Herausforderung. „Sie nennen es jetzt schon ein Kunst- und kein Bauwerk“, sagt Leicht, weil es ihnen gelungen sei, die Wünsche und Besonderheiten so ästhetisch umzusetzen. Was nicht zu sehen ist: Die Konstruktion geht bis in zehn Meter Tiefe mit unterschiedlichsten Fundamentarten, um die Schwingungen auszugleichen und alles sicher zu machen. Noch läuft der Baubetrieb auf Hochtouren. Bis die Gäste die rund dreieinhalb-minütige Fahrt erleben können, wird es auch noch dauern. Leicht: „Wir wollen seriös sein, nennen deshalb jetzt noch kein konkretes Datum.“ Ziel sei es aber, noch in dieser Saison (Beginn ab
1. April) zu eröffnen. Der Baubetrieb muss auch während der Öffnungszeiten weitergehen – „aber natürlich ohne unsere Besucher zu gefährden“. Auch umliegende Fahrgeschäfte sind nicht betroffen. Lediglich der große Hüpfberg direkt am Fuße des „Kärnan“ kann im April noch unzugänglich sein. Bilder von der Baustelle und Infos zu „Kärnan“ gibt es auf dem eigens dafür eingerichteten Baustellen-Blog (www.kärnan.de).

Aufgeregt, so kurz vorm Saisonstart, ist Andreas Leicht nicht: „Alles läuft auf Hochtouren und ich gehe jetzt schon wieder jeden Abend rum, schaue nach dem Rechten.“ Fast 150  000 Stiefmütterchen sind gepflanzt, die Kioske eingeräumt und und alle sicherheitsrelevanten Teile durchleuchtet und auf ihre Sicherheit hin überprüft. Leicht: „Es kann losgehen.“

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