Der Mensch im Mittelpunkt: Auf dem Bus durch die Stadt

Zakriya Bajbouj (22) ist eines der Gesichter auf dem Bus.
Zakriya Bajbouj (22) ist eines der Gesichter auf dem Bus.

shz.de von
14. Oktober 2016, 00:41 Uhr

„Den Flüchtlingen ein Gesicht geben – das ist wichtig“, sagt Bürgervorsteher Dieter Holst. Seit Anfang der Woche sorgt ein Bus mit Porträts von Flüchtlingen für Aufsehen (wir berichteten). Das Projekt wurde von dem Eutiner Künstler Jörg Kaminski ins Leben gerufen und wird von den Rohde-Verkehrsbetrieben sowie der Stadt Eutin gesponsert.

Vergangenes Jahr lernte Kaminski Flüchtlinge kennen und beschäftigt sich seitdem mit dem Thema. Mit der Idee des Kunstprojektes wolle er zeigen, dass nur eine Chance zur Integration bestehe, wenn man auf die Flüchtlinge zugehe. Er wolle Bilder schaffen, an denen man nicht vorbei sehe und die nachhaltig berührten: „Das sind Menschen genauso wie wir.“ Auf seinen „digitalen Malereien“ stünden die Blicke der Menschen im Mittelpunkt. „Der Bus fährt durch die Stadt – so kommt die Bewegung der Flüchtlinge zum Ausdruck“, erklärt der Eutiner.

Zwei Gesichter auf dem Bus gehören Zakriya Bajbouj (22) und Abdelwahab Daber (19). Bajbouj ist vor acht Monaten von Syrien nach Deutschland gekommen, jetzt wohnt er in Malente. Daber ist seit 15 Monaten in Eutin, er kommt aus Eritrea.

Geplant ist, dass der Bus mindestens vier Wochen eingesetzt wird. „Eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen“, sagt Carsten Abendroth, Betriebsleiter der Rohde-Verkehrsbetriebe.

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