Eutin : Der Meister der Fugen

Kirchenmusikdirektor Martin West würdigt morgen den Thomaskantor Johann Sebastian Bach.

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30. September 2011, 12:13 Uhr

eutin | "Die Fugenkunst des Thomaskantors" heißt die Überschrift für eine Stunde der Kirchenmusik in der Michaeliskirche: Kirchenmusikdirektor Martin West spielt morgen (1. Oktober) ab 17 Uhr Cembalowerke von Johann Sebastian Bach.

"BACH ist Anfang und Ende aller Musik sagte der Komponist Max Reger und meinte vor allem Bachs Meisterschaft beim Fugenkomponieren. Für viele Musikliebhaber sind "Fuge" und "Bach" synonym. Kein anderer Komponist hat die Fugenkunst so beherrscht, vervollkommnet und zu einem grandiosen Höhepunkt gebracht wie der Leipziger Thomaskantor.

West wird in seinem Konzertprogramm Werke aus unterschiedlichen Schaffensphasen Bachs vorstellen, darunter aus der Jugendzeit Bachs Toccata e-moll. Im Zentrum des Konzerts stehen mehrere ausgesuchte Präludien und Fugen aus dem Wohltemperierten Clavier (1. Teil), bevor zum Schluss das 6-stimmige Ricercare aus dem "Musikalischen Opfer" erklingen wird. In diesem Spätwerk demonstriert Bach beeindruckend, wie man mit zwei Händen eine sechsstimmige Fuge darstellen kann.

Martin West, der Cembalo bei Larry Palmer (Dallas/ USA) und Stanislav Heller (Freiburg) studierte, wird auf einem Cembalo von William Dowd spielen. Der in Boston und Paris wirkende Dowd gehörte zu den Pionieren der Historischen Aufführungspraxis in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das 1981 in dessen Pariser Werkstatt gebaute Instrument ist die Kopie eines historischen Cembalos des ebenfalls in Paris wirkenden Instrumentenbauers Blanchet aus dem Jahr 1730.

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