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Ostholsteiner Anzeiger

17. Oktober 2017 | 17:30 Uhr

Der letzte Bericht als Propst

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Matthias Wiechmann geht im kommenden Jahr in Ruhestand / Nachfolger soll am 25. Juni gewählt werden

von
erstellt am 06.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Seinen „insgesamt 20. und nun auch letzten Bericht als Propst“ gab Matthias Wiechmann am Mittwoch der Synode in Stockelsdorf. Das „Kirchenparlament“ verabschiedete den Haushalt 2014 des Kirchenkreises Ostholstein mit einem Volumen von rund 15 Millionen Euro und setzte einen Ausschuss für die Wahl eines Propstes ein.

Wiechmann lud die Synodalen an der Schwelle zu seinem letzten Amtsjahr ein, „über unseren Kirchenkreis Ostholstein den Panoramablick schweifen zu lassen“. Nach der Leitlinie Dietrich Bonhoeffers, dass Kirche nur Kirche sein könne, „wenn sie für andere da ist“, forderte Wiechmann mehr Einsatz für Gerechtigkeit und Solidarität in der Gesellschaft: „Gerade in einer Zeit, in der der DAX auf über 9000 Punkte gestiegen ist, müssen wir als protestantische Kirche uns selbst und unsere Gesellschaft daran erinnern, dass Reichtum verpflichtet, einen Ausgleich von Lasten einzuleiten.“

Nach dem „holprigem Wege zur Fusion“ wende sich der Kirchenkreis Ostholstein wieder verstärkt den Menschen zu. Wiechmann lobte die seelsorgerische Arbeit in den 36 Kirchengemeinden sowie die der Dienste und Werke und nannte den Betrieb von 40 Kitas mit über 2400 Plätzen eine unverzichtbare Kernaufgabe. Um Kirchengemeinden zu entlasten und zugleich Ressourcen für eine intensivere religionspädagogische und seelsorgerliche Begleitung von Kindern, Familien und Mitarbeitern zu erschließen, bereite der Kirchenkreis die Gründung eines Evangelischen Kindertagesstättenwerks vor.

Der von der Synode beschlossene Haushalt hat ein Volumen von 15 Millionen Euro. „Als besondere Schwerpunkte sind die Arbeit im Bereich der Diakonie sowie der Kindertagesstätten vorgesehen“, erläuterte Verwaltungsleiter Werner Koglin. An Kirchensteuereinnahmen seien 12 Millionen Euro vorhergesagt, rund 100 000 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Im Etat gehe man vorsorglich aber von nur 11,4 Millionen aus. Von den 15 Millionen Euro gingen 10,8 Millionen an die 36 Kirchengemeinden. Für kirchliche Dienste seien zwei Millionen Euro, für die Kirchenkreisverwaltung sowie für Gebäudeunterhaltung und Bauzuschüsse für Kirchengemeinden seien 4,2 Millionen vorgesehen.

Die Synode wählte ferner einen Ausschuss, der die Wahl eines Nachfolgers von Matthias Wiechmann vorbereitet. Die Wahl ist für den 25. Juni 2014 in der St.-Michaelis-Kirche in Eutin geplant. Bereits am 2. April soll in Neustadt in einem dritten Anlauf ein Propst für die Propstei Oldenburg gewählt werden.

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