Der Kroghof vertritt Deutschland

Alfred und Angelika Stender bewirtschaften mit vier Generationen den Kroghof in Börnsdorf.
Alfred und Angelika Stender bewirtschaften mit vier Generationen den Kroghof in Börnsdorf.

WWF zeichnet Familienbetrieb von Alfred und Angelika Stender in Börnsdorf mit dem Umweltpreis „Ostsee-Landwirt 2018“ aus

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11. Juli 2018, 15:54 Uhr

Der WWF hat den Kroghof von Alfred und Angelika Stender mit dem Umweltpreis „Ostsee-Landwirt 2018“ ausgezeichnet. Der vom WWF ausgewählte Hof ist nationaler Gewinner beim Wettbewerb zum Schutz der Ostsee und streicht ein Preisgeld von 10 000 Euro ein.

Damit vertreten Alfred und Angelika Stender Deutschland im internationalen Wettbewerb in Schweden und treffen sich mit den Siegern aus anderen Anrainerstaaten. „Alfred Stender ist ein sehr engagierter Landwirt, der bewusst gemeinsam mit seiner Familie einen vielfältigen Betrieb erhält“, so die WWF-Referentin für Nachhaltige Landwirtschaft, Dr. Birgit Wilhelm. Das bedeute für ihn die Grundlage für eine nachhaltige Landwirtschaft. Dieses Engagement habe überzeugt.

Als echter Familienbetrieb blickt der Kroghof auf eine lange Geschichte zurück. Seit 1808 befindet sich der Betrieb in Familienbesitz. Alfred Stender kümmert sich vor allem um seine „Ladies“ die 70 Schwarzbunten Milchkühe. Ehefrau Angelika hat die Hand über der Kälberauf-zucht und die Direktvermarktung. Tochter Silja ist verantwortlich für das Büromanagement und hilft ihrem Mann Volker im Schweinestall mit den rund 300 Tieren. Sohn Henrik betreibt gemeinsam mit Vater und Schwager den Ackerbau und kümmert sich zudem um das Futter der Rinder.

Auf sein „Familienunternehmen“ ist Alfred Stender sehr stolz: „Meinen Betrieb habe ich mit Bedacht nicht spezialisiert konventionell und auch nicht ökologisch ausgerichtet, sondern nachhaltig.“ Das heißt: ökologisch, ökonomisch und sozial. „So können wir auch für Wasser- und Klimaschutz Sorge tragen“, sagt Stender.

Der Kroghof gehört zu einem von bundesweit 66 Demonstrationsbetrieben für integrierten Pflanzenschutz. Außerdem ist er Referenzbetrieb der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Diese hat auch zum Ziel die Nährstoffeinträge ins Grundwasser zu senken. Denn diese führen zur Überdüngung der Ostsee und sauerstofffreien Todeszonen.

Alfred Stender befindet sich deshalb in ständigem Austausch mit Kollegen und Wissenschaftlern. Er hat großes Interesse an Innovationen und setzt sich aktiv für Veränderungen ein. So sitzt der Bösdorfer Gemeindevertreter unter anderem im Um-weltausschuss des Landesbauernverbandes und engagiert sich im Kuratorium des Kindergartens. Im Verein „Wasser-Otter-Mensch“ ist er Vorstandsmitglied und kämpft dort für den Schutz von Fischottern und Fließgewässern.

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