Der König jubelt: „Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“

Das Königspaar: Die Große Majestät Jörn Böge mit Königin Annegret.
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Das Königspaar: Die Große Majestät Jörn Böge mit Königin Annegret.

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15. Juli 2014, 12:17 Uhr

Jörn Böge hat es endlich geschafft: In seinem vierten Anlauf beim traditionellen Bürgervogelschießen der „Eutiner Schützengilde von 1668“ entschied der 70-Jährige Montagabend das Königsschießen um die „Große Majestät“ für sich. Dabei setzte sich Böge auf dem Vogelberg nach einem spannenden Kampf gegen seine beiden hartnäckigen Rivalen René Fleischer und Jörg Rogge durch. Exakt um 21.53 Uhr holte der ehemalige Verwaltungsangestellte aus Fissau mit dem 97. Schuss des Vergleichsschießens die letzten Rumpfteile des begehrten Vogels vom Mast und wurde damit Nachfolger von Uwe Soost („Uwe der Nimmermüde“).

Und Jörn Böge konnte sein Glück kaum fassen. Nach dem entscheidenden Treffer und einem befreienden Jubelschrei suchte er zunächst seine Frau Annegret, um sie freudig in die Arme schließen zu können.

„Na, wie haben wir das gemacht. Oh man, was wird das für ein Fest“, war Böge beseelt, streckte immer wieder die Arme gen Himmel und nahm genussvoll die vielen Glückwünsche der fair gratulierenden Konkurrenten, seiner Schützenbrüder und der zahlreichen Gäste entgegen.

Bemerkenswert: Mit seinem Triumph schrieb der Fissauer Gilde-Geschichte, denn vor ihm war es noch keinem Schützen gelungen, innerhalb von drei Jahren zu allen drei Königsehren der Gilde gekommen zu sein. Vor seinem Erfolg um die große Majestät hatte er sich bereits 2012 den Kleinen König und 2013 den Ausflugkönig gesichert.
„Es ist mein Glückstag. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“, genoss Böge, der seit 1993 der Gilde angehört, den freudigen Moment. Der bisherige Achtmann in der Gilde wird jetzt mit seiner Königin Annette für ein Jahr unter seinem Nökernamen „Jörn de Weltmeester“ regieren.

Bei der Königsproklamation erhielt Jörn Böge vom Wortführenden Vorsteher Heiko Godow die Insignien der Macht überreicht und die Königskette umgehängt.

In den Vorjahren waren zumeist rund 150 Schuss nötig, bis der neue Schützenkönig feststand. Dass es dieses Mal früher passierten würde, hatte Vorsteher Andrè Meyer aber bereits geahnt, als er die drei Konkurrenten nach dem ersten Durchgang lobte. „Das sind heute gute Schützen. Sie schießen diszipliniert und sauber und bemühen sich, dass uns ein Mitternachtskönig erspart bleibt“, berichtete Meyer dem OHA. Und Meyer sollte Recht behalten.

Länger als erwartet hatte es jedoch gedauert, bis zuvor das Schießen um den Kleinen König mit Jan Schläfke
einen würdigen Nachfolger für Jens Latendorf fand. Mit dem 131. Schuss gelang es dem 38-Jährigen, der 2011 bereits zu Große Königsehren gekommen war, gegen seine acht Mitbewerber die Oberhand zu behalten und dem Rumpf vom Kleinen Vogel den Garaus zu machen. Mit Partnerin Mona Heilmann an der Seite wird Schläfke, der beruflich als Disponent in der Windkraft tätig ist, damit für ein Jahr
als Spaßkönig auf dem Vogelberg sein Unwesen treiben.

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