Der Knut-Effekt bei Green Screen

Die Stimmabgabe organisierte Irene Ulrich von Green Screen (links).
1 von 5
Die Stimmabgabe organisierte Irene Ulrich von Green Screen (links).

Zum achten Mal gastierte das Naturfilmfestival in Eutin / Die Karten für zwei Vorstellung im Binchen-Kino waren in kürzester Zeit weg

von
17. August 2018, 10:39 Uhr

Eine anhaltend große Zugkraft beweisen Gastspiele des Naturfilmfestivals „Green Screen“ in Eutin: Zum achten Mal werden drei Filme des Festivals, das im September in Eckernförde stattfindet, in 15 Städten des Landes gezeigt, damit Leserinnen und Leser von Tageszeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z) entscheiden können, welcher Dokumentarfilmer den sh:z-Publikumspreis bekommt. Donnerstag erfolgte die Präsentation drei ausgewählter Filme im Kino Binchen, zu der Kulturbund Eutin, Ostholsteiner Anzeiger und Green Screen eingeladen hatten, und wegen großen Interesses hatte es zwei Präsentationen an einem Tag gegeben: Eine Nachmittags- und eine Abendvorstellung, und für beide waren alle Karten, die kostenlos abgegeben wurden, aber beim Ostholsteiner Anzeiger abgeholt werden mussten, binnen zwei Tagen vergeben.

Zwei Vorstellungen an einem Tag wurden für die ehrenamtlichen Helfer im Binchen-Kino um den Kulturbund-Vorsitzenden Dr. Wolfgang Griep ein langer Tag, ebenso für Irene und Hans Ulrich vom Team des Naturfilmfestivals, für die noch die Zeiten für die Anreise aus Eckernförde und die Heimfahrt hinzu kamen. Der Aufwand habe sich aber gelohnt, sagte Irene Ulrich: „Es war sehr unterschiedliches Publikum“, stellte sie fest, „nachmittags viele Kinder, abends viele Berufstätige.“

Zusammen über 200 Zuschauer ließen sich in den beiden Vorstellungen in drei Welten entführen: Nach Zentralasien ins Himalaya-Gebirge, wo die seltenen roten Pandas leben, in das Schweizer Tessin mit einer ungeahnten Vielfalt an Tieren und Pflanzen und nach Spitzbergen, wo ein norwegischer Filmemacher über Jahre hinweg eine Eisbärin und ihren Nachwuchs begleitet hat.

In den vergangenen Jahren lagen die drei gezeigten Filme häufig in der Gunst des Publikums auf gleicher Höhe. Dieses Jahr gab es in der stichprobenartigen Befragung, die der OHA nach den beiden Vorstellungen vornahm, einen deutlichen Favoriten: „Auf Wiedersehen Eisbär – Mein Leben auf Spitzbergen“ von Asgeir Helgestad.

Es sei ein sehr berührender Film, der zugleich deutlich mache, dass die Menschen dringend etwas gegen den Klimawandel tun müssten, fand Helle Landemann aus Plön. Ihr Urteil teilte Gerd Villnow aus Eutin. Seine Frau Karin Villnow stimmte, wie sie verriet, aber doch für den Film über den roten Panda. Auch dessen Autor appelliere an den Zuschauer, Lebensräume von Pflanzen und Tieren zu bewahren. Sie habe aber zwischen Pandas und Eisbären geschwankt, verriet Karin Villnow, junge Eisbären seien einfach niedlich, nicht umsonst habe das Eisbärbaby Knut im Berliner Zoo so hohe Aufmerksamkeit erhalten.

Eisbär und Panda waren auch die Wahl von Gudrun M. Günther (Eutin) und Helga Mäder (Malente), Günther entschied sich für den Eisbär-Film, Helga Mäder für den Panda. Zwei weitere Eisbärfilm-Stimmen gaben abends auch die beiden Eutiner Karin Leider und Andreas Schumann ab. Wie die Abstimmung insgesamt aussieht, wird erst nach der letzten der insgesamt 15 sh:z-Vorstellungen verraten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen