Plön : Der Kaiser ging durch diese Türen

Jugendliche bereiteten die Türen aus dem Prinzenhaus im Schlosspark wieder auf.
Jugendliche bereiteten die Türen aus dem Prinzenhaus im Schlosspark wieder auf.

Junge Leute der Jugendbauhütte Lübeck restaurierten im Rahmen des Freiwilligen sozialen Jahres zwei Innentüren des Prinzenhauses

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22. Mai 2015, 12:00 Uhr

Teilnehmer der Jugendbauhütte Lübeck haben historische Türflügel aus dem Prinzenhaus unter Anleitung des Tischlermeisters und Restaurators Alexander Kuhn aufgearbeitet. Darüber berichteten sie gestern Abend in einer öffentlichen Mitgliederversammlung des Vereins Prinzenhaus zu Plön unter dem Vorsitz von Dr. Silke Hunzinger.

Gemeinsam mit der Leiterin der Jugendbauhütte, Dr. Ivalu Vesely, und dem Restaurator Alexander Kuhn erläutern sie dabei ihre Arbeiten. Als raumseitige Innentür befanden sich die kaiserzeitlichen Türen in der Hauptzugangsöffnung der Hoffassade. Im Zuge der Restaurierung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wurden sie entfernt und eingelagert.

Im Prinzenhaus sind beide Türflügel derzeit ausgestellt. Gezeigt werden an einem Türflügel die Arbeitsschritte der Restaurierung, der zweite Türflügel ist bereits fertig restauriert. Nach der abschließenden Bearbeitung durch die Jugendbauhütte werden die beiden Türflügel künftig als museales Anschauungsobjekt dienen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz übernahm das Prinzenhaus in Plön 1999 vom Land Schleswig-Holstein, um eine Aufteilung des Anwesens in Eigentumswohnungen zu verhindern. Die in Bonn ansässige private Stiftung setzte die Anlage sukzessive instand und machte sie öffentlich zugänglich.

Die Jugendbauhütte Lübeck ist ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz . In der Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste bietet sie jungen Menschen seit 2011 die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege zu leisten. Neben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erhält sie auch von der Possehlstiftung und dem Kinder-und Jugendplan des Bundes Unterstützung.

Die Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz leisten derzeit an 13 Standorten bundesweit einen Beitrag für die Denkmalpflege in Deutschland. Junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren erhalten Einblick in verschiedene Handwerke oder denkmalrelevante Berufe und können selbst Hand anlegen.

Neben der praktischen Arbeit werden ihnen in sechs Wochenseminaren die notwendigen theoretischen Kenntnisse vermittelt. Gleichsam nebenher erhalten sie die Möglichkeit, sich über ihre beruflichen Neigungen und Fähigkeiten Klarheit zu verschaffen.

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