Der Grundstein ist gelegt

Das „Vitanas Senioren Centrum Am Gojenberg“ in Lütjenburg soll so im Herbst 2019 eingeweiht werden.
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Das „Vitanas Senioren Centrum Am Gojenberg“ in Lütjenburg soll so im Herbst 2019 eingeweiht werden.

Millionen-Investitionen für ein neues Senioren-Zentrum auf dem Konversionsgelände der Stadt Lütjenburg

shz.de von
15. Mai 2018, 15:51 Uhr

Zu ihrer großen Freude waren 14 Kinder aus der Kita-Gruppe des SOS-Kinderdorfes bei der Grundsteinlegung des neuen Senioren-Zentrums in Lütjenburg dabei. Sie hatten mächtig viel Spaß daran, einmal kräftig in den weichen Beton zu greifen und damit ihre Handabdrücke rund um die Zeitkapsel für „alle Ewigkeiten“ zu hinterlassen.

Am Dienstag wurde in Lütjenburg damit der offizielle Baubeginn für das neue „Vitanas Senioren Centrum Am Gojenberg“ auf dem ehemaligen Kasernengelände gefeiert. Später soll die Grundplatte dann gut sichtbar den Eingangsbereich des neuen Hauses zieren.

Den Namen der künftigen Einrichtung haben die Mitarbeiter des „alten“ Vitanas Zentrums „Am Nil“ gewählt. „Dieses Haus wird sehnsüchtig erwartet“, so die neue Geschäftsführerin von Vitanas, Silke Erdle, in ihrem Grußwort. Richtfest soll im Herbst sein, die Fertigstellung ist für den Herbst 2019 geplant. Investor und Bauherr dieses Projektes ist die Burkart Verwaltungen GmbH aus Singen.

Es ist das derzeit größte und umfangreichste Bauprojekt in Lütjenburg. Auf 7600 Quadratmetern soll ein viergeschossiger Bau mit 132 Zimmern zur vollstationären Pflege entstehen, darunter zwölf Komfortzimmer und eine spezielle Demenzabteilung. Im Erdgeschoss sind ein öffentliches Café, ein Foyer mit Empfang und ein hauseigener Frisörsalon geplant. Um die Anlage herum entsteht eine Gartenanlage.

Auch wenn der Investor, Nikolai Burkart, derzeit noch von einer Investitionssumme von rund 13 Millionen Euro spricht, „gehe ich davon aus, dass die Summe nicht reichen wird. Die Baukosten laufen uns davon.“ Die Berliner Vitanas Gruppe wird das Senioren-Zentrum betreiben und damit 80 Arbeitsplätze schaffen.

Das alte Vitanas-Zentrum in der Innenstadt von Lütjenburg ist aus Sicht der Investoren „in die Jahre“ gekommen. Auch wenn das Haus am Gildenplatz von außen noch attraktiv aussehe, „unter dem Putz ist es in einem wirklich schlimmen Zustand“, so Burkart weiter. Was mit dem „Zentrum am Nil“ geschehen soll ist derzeit noch offen. Zum Konzept der Vitanas-Gruppe gehört, dass die eigenen, vertrauten Möbel mitgebracht werden können und auch nach Absprache das geliebte Haustier mit einziehen kann.

„Die Stadt Lütjenburg steht voll hinter diesem Projekt“, betonte auch Bürgermeister Dirk Sohn. „Das passt nach Lütjenburg und in das Stadtbild. Deshalb steht die Stadt auch voll politisch dahinter.“ Für Lütjenburg ist das Projekt ein weiterer Meilenstein zur zivilen Nutzung des ehemaligen Kasernengeländes. Ein weiter Bereich wird bereits kommerziell von Firmen genutzt. Die ehemaligen Wohnblocks sollen in Kürze abgerissen werden und Platz schaffen für eine Eigenheimnutzung. Direkt neben dem Vitanas Zentrum soll zudem eine Erholungsstätte mit Freizeitgelände entstehen.

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