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Ostholsteiner Anzeiger

20. Oktober 2017 | 09:15 Uhr

Eutin : Der feine Weg vom Bahnhof zum See

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutin schreibt europaweiten Wettbewerb aus für Planungsideen zur Verschönerung des öffentlichen Raums in der Innenstadt.

von
erstellt am 10.Feb.2014 | 05:00 Uhr

Eutin | Nach fast zweistündiger Diskussion hinter verschlossenen Türen fiel die Entscheidung einstimmig: In gemeinsamer Sitzung haben die Mitglieder von Bauausschuss und Stadtentwicklungsausschuss einen Planungswettbewerb für Eutins Attraktivitätssteigerung beschlossen. Konkret geht es um die Entwicklung einer klaren Verbindungsachse vom Bahnhof zum Rosengarten.

„Das im Rahmen des Wettbewerbs gesuchte Konzept soll sowohl einen zukunftsweisenden Rahmen der langfristigen Entwicklungen setzen, als auch kurzfristig umzusetzende Maßnahmen zur Aufwertung des öffentlichen Raums benennen“, heißt es. Offiziell soll der Wettbewerb bereits am kommenden Montag europaweit ausgelobt werden. Bis Anfang Juli werden Vorschläge gesucht, wie das Stadtzentrum zugänglicher und städtebaulich aufgewertet werden kann. Über die Umsetzung der preisgekrönten Entwürfe sollen dann die Stadtvertreter im Herbst mit einer Auftragsvergabe befinden. Das Kostenvolumen der möglichen Maßnahmen ist mit 3 Millionen Euro kalkuliert.

In der Sprache der Planer heißt das Ganze: „Realisierungswettbewerb zur freiraumplanerischen und verkehrlichen Entwicklung des Bahnhofsumfeldes und der zentralen Innenstadtbereiche“. Dahinter steckt eine Erkenntnis, die Bauamtsleiter Bernd Rubelt gleich bei seinem ersten Besuch in Eutin beschlich und die er fortan immer wieder öffentlich anführte: „Wer sich hier nicht auskennt, findet am Bahnhof nur schwer den Weg zum Stadtzentrum. Und wer auf dem Markt steht, ahnt als Fremder nicht, wie nahe er dort dem schönen See ist. Eutin kann es sich nicht länger leisten, seine schönsten Seiten so versteckt zu halten.“

Der Bahnhof gehört mittlerweile der Stadt, und er spielt, nicht zuletzt als Empfangsstation für die Besucher der Landesgartenschau 2016, eine zentrale Rolle in den Überlegungen zur Stadtentwicklung. Für den Wettbewerb sind Gestaltungsvorschläge für den Bahnhofsvorplatz gefragt, wobei die bisherigen Stellplätze für Busse und Taxen dort ebenso kein Tabu sein sollen für die Planer wie längerfristig angelegte Vorstellungen, den ZOB in Richtung Parkplatz an der Heinrich-Westphal-Straße zu verlängern.

Ein Schwerpunkt liegt bei dem Wettbewerb auf eine kreative Wegführung vom Bahnhof zum Stadtzentrum. Nicht nur die unübersichtliche Bebauung an der verlängerten Peterstraße gilt als Kritikpunkt, auch das unebene Pflaster in der Fußgängerzone gilt als verbesserungswürdig. Für öffentliches Aufsehen hat bereits gesorgt, dass den Ideenschmieden auch das Ehrenmal auf dem Markt nicht als unverrückbar erscheinen muss. Ebenso spektakulär dürfte Eutiner Alteingesessenen die Vorstellung anmuten, dass der Rosengarten für den Durchgangsverkehr gesperrt werden könnte.

 

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