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Ostholsteiner Anzeiger

13. Dezember 2017 | 21:37 Uhr

Der Fahrplan für den A 7-Ausbau steht

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Baustart am Bordesholmer Dreieck / Neues Infosystem soll Staus reduzieren

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Es wird eine bundesweite Premiere: Wenn in Schleswig-Holstein im Herbst 2014 der Ausbau der A 7 beginnt, sollen digitale Anzeigetafeln alle zweieinhalb Kilometer darüber informieren, wie viele Minuten die Autofahrer durch zähflüssigen Verkehr oder Stau verlieren. Möglich machen dies Detektoren, die das Verkehrsaufkommen erfassen und in Echtzeit hochrechnen.

Nach Angaben von Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) wird der erste Bauabschnitt zwischen dem Bordesholmer Dreieck und der Anschlussstelle Neumünster-Süd liegen. Bis Ende 2018 werden dann bis zum
Autobahndreieck Hamburg-Nordwest zwei weitere Bauabschnitte folgen. Auf jedem darf auf maximal zwölf Kilometern gleichzeitig gearbeitet werden. Zwischen jeder Baustelle müssen sich mindestens fünf Kilometer lange Erholungsstreifen befinden. Ob sich die Baufirma kontinuierlich von Nord nach Süd vorarbeitet, ist laut Meyer offen. Die Reihenfolge hänge davon ab, welches Unternehmen den Zuschlag erhalte. Das soll erst im Mai entschieden werden.

In Schleswig-Holstein wird die A 7 in jede Fahrtrichtung auf vier, in Hamburg auf acht Spuren verbreitert. Allein im nördlichsten Bundesland sind dafür rund 300 Millionen Euro veranschlagt. „Es wird auf jeden Fall eine Erhöhung der Staustunden geben“, sagte
Deges-Ingenieur Rohte. Er rief dazu auf, „alle Möglichkeiten zur Verkehrsverlagerung zu nutzen“ – etwa durch Umsteigen auf die Bahn oder Fahrgemeinschaften. Pendler-Portalen im Internet schreibt er eine große Bedeutung zu.

Meyer teilt durchaus Sorgen der Logistik-Branche vor Verzögerungen durch den Ausbau – warnte aber vor Panikmache. „Eine Grenze ist überschritten, wenn man wie der Tourismusverband den Standort Schleswig-Holstein schlechtredet. Dann macht man Marketing für Mecklenburg-Vorpommern oder Mallorca.“ Als Trostpflaster hatte er für Schwertransporte bis zu 84 Tonnen auch eine gute Nachricht: Sie dürfen auf der A 7 ab sofort wieder die Rader Hochbrücke benutzen. Allerdings mit Auflagen bei Geschwindigkeiten und Abständen.

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