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Ostholsteiner Anzeiger

24. Oktober 2017 | 06:14 Uhr

Eutin : Der erste Tag im Berufsleben

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Drei Menschen, drei Berufe, drei unterschiedliche Interessen: Der OHA hat Azubis an ihrem ersten Tag besucht.

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2015 | 09:03 Uhr

Für viele junge Menschen im Kreis begann gestern der offizielle Start ins Berufsleben. Was machen Auszubildende an ihrem ersten Tag und warum wollen sie ausgerechnet den gewählten Beruf ausüben? Der OHA hat sich beim Bestattungsunternehmen Schröder, der Sana-Klinik und bei der Polizeidienststelle für Aus- und Weiterbildung umgehört.


Ehrvoller Umgang mit dem Tod


Christoph Loch (17) erscheint an seinem ersten Tag mit Anzug und Krawatte, Kleiderordnung muss sein. Er will Bestatter werden, macht eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft. Warum hat er sich für einen Beruf entschieden, der täglich mit dem Tod zu tun hat und für viele eher ein Tabu-Thema ist? Loch: „Ich finde die Mischung aus den verschiedenen Fachbereichen sehr reizvoll. Einerseits hat man sehr viel mit Menschen zu tun, andererseits geht es auch ums Handwerkliche bis hin zur Buchführung.“ Aber ihm gehe es auch darum, den Abschied aus dem Leben für die Verstorbenen und deren Angehörigen möglichst ehrvoll zu gestalten.


Sie wollte unbedingt zur Polizei


Carolin Grötzner (20) aus Celle hat gestern ihre „Stube“ auf der Hubertushöhe zusammen mit zwei anderen Polizeianwärterinnen bezogen. Insgesamt haben dort 118 junge Menschen mit ihrem Dienst begonnen. Nach dem ärztlichen Check, der Kleiderkammer und dem ersten Besuch im Speisesaal in Haus 14 richtete sie sich unter dem Hochbett so gemütlich ein, wie es geht. Auf dem Schreibtisch steht ein Foto von ihr und ihrem Freund, daneben Akten und Infomaterialien. Der Laptop ist zugeklappt. Warum Polizistin? Grötzner: „Ich habe viele Praktika gemacht und gemerkt, wie abwechslungsreich und spannend dieser Job ist.“ Um auf Nummer sicher zu gehen, hat sie sich in fünf Bundesländern beworben, Schleswig-Holstein hat als erstes zugesagt. „Sie können stolz auf sich sein, dass sie es bis hier her geschafft haben“, sagte ihr Ausbildungsleiter Chris Radtke. Mehr als 2000 Bewerber habe es insgesamt gegeben.


Pflegeberuf als Kindheitstraum


„Es hat schon ein bisschen etwas von Erwachsenwerden, wenn man zum ersten Mal sein eigenes Geld verdient“, sagte Cäcilie Trzebiatowski (18), die zusammen mit 18 anderen die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege begonnen hat. Sie ist mit ihren Eltern nach dem Abi aus Frankfurt nach Ostholstein gezogen, war schon immer medizin-begeistert und absolvierte vor Ausbildungsbeginn ein dreimonatiges Praktikum in der Sana-Klinik. „Ich wollte sehen, ob ich die Klinik mag. Es ist toll, endlich das lernen zu dürfen, worauf ich in der Schulzeit hingearbeitet habe“, freute sie sich. Als erstes lernen die Azubis etwas über Körperpflege, die Vitalkontrolle und wie das Essen anzureichen ist.

 

 

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